

Wir haben die Grundlagen für Landing Pages viele Male behandelt. Heute möchten wir jedoch einen Blick auf einige Landing-Page-Strategien werfen, die über die Grundlagen hinausgehen, damit Sie Ihre Landing Pages auf ein neues Niveau der Konversionskraft bringen können.
Sie haben vielleicht schon einmal einige dieser Strategien für hochkonvertierende Landing Pages gesehen, ohne dass diese Ihnen bewusst aufgefallen sind. Diese Beispiele aus der Praxis sollten einen Funken liefern, den Sie in Ihren eigenen Bemühungen zur Optimierung der Landing Page einsetzen können, um deutlich höhere Konversionsraten zu erzielen. Aber zuerst ein kurzer Hinweis auf die Benchmarks für die Conversion Rate der Landing Page.
Was ist eine hoch konvertierende Landing Page?
Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Konversionsraten je nach Branche unterschiedlich sind. Die Durchschnittswerte liegen bei Ads-Kunden in der Regel zwischen 2% und 5%. Bedeutet das, dass Sie sich mit dem Durchschnitt zufrieden geben sollten? Natürlich nicht! Es gibt viele Unternehmen da draußen, die es geschafft haben, höhere Konversionsraten zu erzielen.
Kommen wir nun zu den Strategien, die Ihnen helfen, die Konversionsraten Ihrer Landing Page zu erhöhen.
1. Begeistern Sie Ihre Besucher mit einem unwiderstehlichen Angebot
Geben Sie neuen Kunden einen Anreiz, sofort aktiv zu werden. In unserem Beispiel eines Händlers von Bio-Produkten erscheint nach etwa fünf Sekunden auf der Website ein verlockendes Angebot: ein Rabatt von 10 Prozent. So kann dieser sich von der Hauptkonkurrenz abheben. Angesichts dessen wären Kunden eher geneigt, bei dem Anbieter einzukaufen, der ihnen sofort Einsparungen bringt. Zudem sollte die Seite selbst einen sauberen, übersichtlichen Eindruck vermitteln und die Nutzenaussage deutlich machen, z.B.: „Bis zu 37 Prozent weniger auf Bio-Lebensmittel“. Spezifität verkauft sich, und die Lokalisierung auf dieser granularen Ebene macht sie glaubwürdiger.
Letztendlich geht es hier vor allem darum, dass das Angebot den Besuchern etwas bietet, das sie jetzt nutzen können.
2. Begrenzen Sie Auswahlmöglichkeiten
Diesen Punkt verdeutlichen wir anhand eines Beispiels für Projektmanagement-Software. Im Software-Bereich erhalten Kunden oft mehrere Auswahlmöglichkeiten. In diesem Fall beschränkt der Anbieter jedoch das Angebot auf eine Hauptwahl von zehn Euro pro Monat, die jährlich in Rechnung gestellt werden, und einen kostenlosen Plan. Durch möglichst wenig Text wird das Angebot unkompliziert auf den Punkt gebracht. Dieses Beispiel widerspricht dem, was normalerweise für Lead-Gen-Situationen empfohlen wird, nämlich die Verwendung der drei standardmäßigen Funktions- und Nutzenerklärungen, eine Liste der verfügbaren Pläne und ein Formular zum Ausfüllen.
3. Bieten Sie leichtere Kontaktmöglichkeiten
Live-Chat ist nichts Neues. Jedoch können Sie sich abheben, indem Sie ihn auf eine weniger aufdringliche Weise anbieten als die Konkurrenz. Es gibt kaum etwas nervigeres als das Chat-Popup, das wie ein aufdringlicher Verkäufer aus dem Nichts kommt. Besser ist es, bei der Suche nach einem Produkt den Live-Chat dezent in der Ecke zu platzieren, wo er sich bereithält, wenn der Kunde ihn braucht. Natürlich muss der Kunde seine E-Mail-Adresse angeben, um die Funktion zu benutzen – Sie wollen etwas aus dem Chat herausholen, richtig?
4. Ermöglichen Sie eine Probefahrt
Stellen Sie sich vor, der Anbieter einer Software bietet Ihnen die Möglichkeit zu einer Probefahrt – ähnlich wie beim Kauf eines neuen Autos. Sie können sich entweder als Einzelperson oder als Gruppe anmelden, um die Software in Aktion zu sehen, bevor Sie sich für den Kauf entscheiden. Dieser „praktische“ Ansatz hilft Ihnen, sich vorzustellen, wie Sie die Software in Ihrem eigenen Leben nutzen könnten. Das kann im Idealfall die Basis für eine Kaufentscheidung sein.
Kontaktformulare für eine Demo-Version sollten möglichst knapp sein und regelmäßig getestet werden. Gleichzeitig sollten sie alle Informationen beinhalten, die Sie gegebenenfalls von einem Interessenten benötigen.
5. Bereitstellung von Social Proof in Echtzeit
Um Vertrauen aufzubauen und Social Proof in Echtzeit bereitzustellen, können Sie auf Ihrer Webseite eine laufend aktualisierte Anzahl der Bestellungen einbinden. Zukünftige Kunden können sehen, was und wie viel gekauft wurde – und diese Zahl wird in Echtzeit aktualisiert.
Diese kleine Funktion schafft Vertrauen in das Unternehmen, denn sie zeigt, dass Menschen wie Sie von dieser Website kaufen. Wer möchte das Gefühl haben, der einzige Kunde auf einer Website zu sein? Außerdem macht es ziemlich viel Spaß, die Bestellungen auftauchen zu sehen!
6. Knappheit und Dringlichkeit als Motivatoren nutzen
Ein weiterer Motivator, Kunden zum Kauf anzuregen, ist Knappheit. Stellen Sie sich vor, Sie sehen sich ein Produkt in einem Shop an, und Ihnen wird sofort der vorhandene Bestand angezeigt: Wenn Sie das Produkt unbedingt haben wollen, müssen Sie sich beeilen! So können Echtzeit-Mengenaktualisierungen potenzielle Kunden motivieren, jetzt zu kaufen.
Auch ausverkaufte Artikel zu zeigen, kann sinnvoll sein, da dies zeigt, dass a) Ihr Unternehmen eine Menge Produkte bewegt und b) Besucher Maßnahmen ergreifen müssen, weil Produkte schnell ausverkauft sind. Das Entscheidende dabei ist, dass Knappheit die Menschen zum Kauf motiviert, weil wir es hassen, das Gefühl zu haben, dass wir etwas verpassen werden.
Aufbauend auf dem Thema Knappheit sollten wir auch die Dringlichkeit berücksichtigen. Wenn wir wissen, dass ein Sale bald endet, sind wir eher bereit, zu kaufen als zu warten. Das lässt sich zum Beispiel mit einem Countdown-Timer darstellen, um Webseitenbesucher wissen zu lassen, dass der Sale bald endet, und sie besser schnell handeln sollten.
7. Zeigen Sie den Wert an
Jeder liebt einen guten Deal. Zeigen Sie bei einer Preisreduzierung, um welchen Wert Sie den Preis gesenkt haben. Wenn Sie einfach den neuen Preis anzeigen würden, hätte ein Besucher keinen Kontext, um den Preis in Relation zu setzen. Wenn Sie den vorherigen Preis und die Ersparnis in Prozent anzeigen, wird der Kunde hingegen denken: „Wow, das ist sehr viel, ich muss das ausnutzen.“ Zumindest steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Käufer Ihre Seite mit einem Lesezeichen versieht und zurückkehrt, nachdem er auf anderen Seiten Preisvergleiche angestellt hat.
Auch Angebote wie kostenlosen Versand sollten Sie möglichst präsent hervorheben, zum Beispiel im Kopfbereich, was für den Besucher noch attraktiver macht, über Ihre Landing Page zu kaufen. Das Fazit in diesem Fall: Es lohnt sich, den Wert zu veranschaulichen.
Ein letztes Wort zu hoch konvertierenden Landing Pages
Dies sind nur einige Beispiele für Landing Pages, die über die Grundlagen einer effektiven Landing Page Strategie und Ausführung hinausgehen. Tatsächlich entwickeln sich Landing Pages und ihre Taktiken ständig weiter, und als digitale Vermarkter müssen wir immer wieder testen, um zu sehen, was funktioniert.

