Responsive Suchanzeigen statt klassischer Google Ads Textanzeigen

AllgemeinGoogle Ads 02. Mai 2024

Responsive Suchanzeigen statt klassischer Google Ads Textanzeigen

Das Thema ┬źWerben mit Google┬╗ kennt heute praktisch jeder Marketing-Manager und jede Marketingverantwortliche. Doch der Konzern Alphabet, zu welchem auch Google geh├Ârt, entwickelt sich immer weiter. So ver├Ąndert sich auch das Produktportfolio laufend. Dies f├╝hrt zu ├änderungen und Anpassungen. Eine der umfassendsten Anpassungen der letzten Jahre war mit unter die Umstellung von Google Ads Textanzeigen zur Responsive Search Engine. Bis anhin wurden individuelle Anzeigen geschrieben (in Textformat) und die Werbung so platziert. Heute kann man die sogenannten responsiven Suchanzeigen von Google nutzen. Dazu gibt man lediglich die gew├╝nschte ├ťberschrift sowie einige Beschreibungen mit und Google generiert f├╝r einem die besten und effektivsten Werbungsanzeigen. Doch wie genau funktioniert die Responsive Search und was sind die Vorteile? Der nachfolgende Artikel soll dar├╝ber Klarheit verschaffen.

Was sind Responsive Suchanzeigen?

Das neue Hauptprodukt von Google Ads sind die neuen sogenannten responsiven Suchanzeigen. Im Gegensatz zu allen bisherigen Produkten, bei denen man sowohl die eigene ├ťberschrift wie auch eine entsprechende Beschreibung in einem statischen Anzeigentext erfasst hat, kann man bei responsiven Suchanzeigen ├╝ber zehn verschiedene ├ťberschriften und bis zu vier verschiedenen Beschreibungen mitgeben. Dies bedeutet zwar etwas Mehraufwand f├╝r den Marketer, ist jedoch erwiesenerma├čen effizienter. Denn allein diese Kombination aus ├ťberschriften und Beschreibungen kann auf ├╝ber 40’000 verschiedene Art und Weise kombiniert werden. Dadurch haben der Inserent und Google praktisch unendlich viele M├Âglichkeiten, die durch Kombinationen entstehende Werbung zu testen. Da das System jedoch automatisch zahlreiche Kombinationen von ├ťberschriften und Beschreibungen auswertet, um festzustellen, welche am besten funktionieren, bietet der Dienst noch viel mehr. Google bietet dem Suchenden einen anderen Anzeigentext oder eine andere Kombination an, je nach Suchbegriff, Ger├Ąt, Surfgewohnheiten des Kunden und einigen anderen Faktoren. So wird die Anzeige, bestehend aus ├ťberschrift und Texten, zur optimalen Anzeige f├╝r den Kunden.

Wie kommt man zu responsiven Suchanzeigen?

Um eine responsive Anzeige zu erstellen, klicket man einfach auf das Plus-Symbol, wie man es auch bisher immer beim Start einer neuen Google-Marketingkampagne getan hat. Die Website f├╝hrt einem dann durch das gesamte Erstellungsverfahren, einschlie├člich aller erforderlichen Details. Die ├ťberschriften und Beschreibungen sind anschliessend alle im System enthalten. Wenn man die Einstellungen der Anzeige-URL zus├Ątzlich verbessern m├Âchte, kann man aber auch eine Tracking-Vorlage verwenden. Dies ist jedoch nicht Teil des Artikels. Nachdem man zum Abschluss auf „Neue Anzeigen speichern“ geklickt hat, pr├╝ft Google die neue responsive Suchanzeige noch einmal und schaltet sie, wenn sie genehmigt wurde, live.

Was sind die wichtigsten Vorteile von responsiven Suchanzeigen?

Von der Struktur her sind die neuen responsiven Anzeigen den bisherigen Textanzeigen von Google sehr ├Ąhnlich. Die Felder ├ťberschrift, Domain, Anzeigefeld und Beschreibung sind ebenfalls vorhanden. Was die Anzahl der Zeichen angeht, bietet Google keine neuen Vorschl├Ąge. Es gibt nur drei Optionen f├╝r die ├ťberschrift mit jeweils maximal 30 Zeichen. Die URL wird ebenfalls automatisch ├╝bernommen. Es gibt zwei Anzeigefelder, die jeweils bis zu f├╝nfzehn Zeichen umfassen k├Ânnen. Auch die Beschreibung ist von Google unver├Ąndert ├╝bernommen worden. Pro Anzeige k├Ânnen zwei Beschreibungen angegeben werden, die jeweils 90 Zeichen nicht ├╝berschreiten d├╝rfen. Es hat sich also im Wesentlichen nichts ge├Ąndert. Herk├Âmmliche Textanzeigen sind deutlich kleiner und weniger effektiv als responsive Suchanzeigen. Google behauptet in seinen Erkl├Ąrungen sogar, dass die neuen responsiven Anzeigen eine 5 bis 15 % h├Âhere Klickrate haben als herk├Âmmliche Suchanzeigen. Nat├╝rlich muss erst noch bewiesen werden, ob dies der Fall ist oder ob es Teil der Werbestrategie von Google ist. Denn Durchschnittswerte k├Ânnen, wie alles andere auch, tr├╝gerisch sein. Responsive Search funktioniert nicht in allen F├Ąllen oder f├╝r alle Anzeigen besser. Im Folgenden finden Sie einige Best Practices zur Maximierung der Effektivit├Ąt der neuen responsiven Suchanzeigen.

Mehr ist tats├Ąchlich mehr

Jede responsive Ads sollte immer mindestens drei ├ťberschriften und zwei Beschreibungen enthalten. Man kann auch nur den geforderte Mindestwert eingeben, ist jedoch selten die beste Idee. Je mehr Inhalt der Algorithmus hat, desto besser werden seine Ergebnisse. Responsive Suchanzeigen haben den Vorteil, dass sie mehr Variationen und Tests zulassen als normale Suchanzeigen. Dies macht das neue Tool so effizient wie nie zuvor. Es wird daher empfohlen, denn vollen Umfang auszunutzen und mindestens zehn ├ťberschriften und drei Beschreibungen zu erfassen, bevor man die Suchanzeige losschickt. Es lohnt sich weiter, bei den neuen Ads an bisherige Erfolge anzukn├╝pfen. Die Anzeigen, die bei den traditionellen Google Tools funktioniert haben, werden auch bei den Responsive Ads die besten Ergebnisse erzielen. Es sollte daher vorher analysiert werden, was bisher gut funktioniert hat und was weniger. Es ist zudem nicht notwendig, mehrere RSA in derselben Ad Group zu schalten, da Google automatisch die verschiedenen Aspekte der responsiven Suchanzeigen gegeneinander testet. Das Testen von mehr als einer responsiven Suchanzeige verhindert hingegen, dass Google mehrere Varianten testet und verlangsamt somit die Optimierung.

Variation in der Beschreibung und der ├ťberschrift

Es erscheint in Anbetracht der Funktionsweise der responsive Suchanzeigen eigentlich logisch, muss jedoch hier noch mal explizit erw├Ąhnt werden. Man sollte zwingend vermeiden, dieselbe ├ťberschrift auf verschiedene Weise zu verwenden. Vielmehr muss darauf geachtet werden, wirklich in jedem Beispiel etwas anderes zu versuchen. Denn wenn die ├ťberschriften oder Beschreibungen zu identisch sind, wird Google die responsive Suchanzeige gar nicht erst anzeigen. Deshalb ist es notwendig, bei jedem Teil der responsiven Suchanzeige kreativ zu sein und zu versuchen, unterschiedlichste Worte und Ausdrucksweisen zu verwenden. Auch die Angebote und Aufforderungen sollten so variable wie m├Âglich ausformuliert werden, damit man nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt. Dabei sollte man sich an Folgendes halten. Mindestens zwei der ├ťberschriften sollten ein von Ihnen ausgew├Ąhltes Keyword auf jeden Fall enthalten. Google unterst├╝tz hier mit der dynamischen Keyword-Funktion, welche mitunter Teil der Responsive Ads ist. Weiter sollten aber auch mindestens drei ├ťberschriften verfasst werden, die nicht auf die entsprechenden Keywords fokussiert sind, respektive diese gar nicht erst beinhalten. So kann vermieden werden, dass die Anzeigen stets gleich aussehen. Es ist erwiesen, dass ein Kunde selten bis nie mehrmalig auf dieselbe Anzeige klickt. Variiert diese jedoch schon nur in der ├ťberschrift, sind die Chancen um einiges gr├Â├čer. Um diesen Effekt zu erzielen, ist es wichtig, nicht nur den Inhalt der ├ťberschrift und der Beschreibung variabel zu halten, sondern auch das Aussehen und die L├Ąnge. Ja, auch das Aussehen des Textes hat bereits einen Einfluss auf den Kunden. Sieht die Werbung komplett anders aus, handelt jedoch um dasselbe, so ist der Kunde viel eher bereit, nochmals auf den entsprechenden Banner oder das entsprechende Feld zu klicken.

Fixierung der Responsive Ads

Wie bis anhin bei traditionellen Anzeigen k├Ânnen auch bei responsiven Suchanzeigen die ├ťberschriften und Beschreibungen an bestimmten Stellen ┬źgepinnt┬╗ werden. Auch hierbei testet das Unternehmen, wo das Fixieren der Ads am meisten Sinn ergibt, respektive wo die Ads am besten ankommen. Weiter kann eine Korrelation zwischen der Beschreibung und der Headline gemacht werden. Vielleicht gibt es manchmal Beschreibungen, die nun wirklich nicht zu einer anderen ├ťberschrift passen. Es ergibt in diesem Fall Sinn, wenn der Benutzer festlegen kann, dass ein bestimmter Text zu einer ├ťberschrift passt. Google wird in diesem Fall diese Anzeige nicht auseinandernehmen und variabel testen. Damit sollte man jedoch sehr vorsichtig umgehen, denn durch das Fixieren von ├ťberschriften oder Beschreibungen wird zwar sichergestellt, dass die essenziellsten Botschaften Ihrer Anzeige angezeigt werden. Man greift damit jedoch auch tief in den Algorithmus von Google ein und schr├Ąnkt somit die automatischen Test-Varianten massiv ein. Dies kann sich mitunter schlecht auf die Anzeige respektive deren Leistung auswirken. Studien von Google haben ergeben, dass zu ├╝bertriebenes Fixieren die Effizienz von Responsive Ads um bis zu 80 % reduziert.

Doch wie wird meine neue Responsive Werbung eigentlich angezeigt?

Google Responsive Ads verwenden, wie bereits im Artikel erw├Ąhnt, nicht alle ├ťberschriften und Beschreibungen, sondern nur diejenigen, die der Google-Algorithmus f├╝r besonders gut h├Ąlt. Die neuen Responsive Ads ├Ąhneln den bestehenden Responsive Display Ads insofern, als sie in verschiedenen Formen und Gr├Â├čen erscheinen, je nach Bildschirmgr├Â├če des Nutzers und dem Inhalt der Seite. Daher besteht die Responsive Search Ad auf Smartphones und Tablets aus weniger Komponenten als auf einem herk├Âmmlichen Desktop-PC. Google Ads optimiert die Anzeigen f├╝r jedes Ger├Ąt und jeden Nutzer und zeigt nur die Anzeigen an, die Google als n├╝tzlich erachtet.

Fazit

Die neuen Responsive Ads Formate sind auf jeden Fall sehr hilfreich f├╝r alle, die gerne verschiedene Botschaften in allen m├Âglichen Varianten mit ihren Kunden testen m├Âchten. Die einfache Erstellung sowie der gef├╝hrte Prozess zur Erstellung von Responsive Ads helfen dabei, die ideale Werbung f├╝r das gew├╝nschte Produkt oder die gew├╝nschte Dienstleistung zu generieren. Das Unternehmen entwickelt sich stetig weiter und bringt laufend neue Features auf den Markt. Es lohnt sich also dran zu bleiben und die Marktentwicklung s├Ąmtlicher Ads Produkte von Google respektive Alphabet laufend zu verfolgen.