Die perfekte Landingpage

AllgemeinGoogle Ads 02. März 2024

Die perfekte Landingpage

Die Landung ist für jeden Piloten eine größere Herausforderung als der ganze Flug. Ganz ähnlich verläuft das auch im Online-Marketing. Auch die beste Anzeige bei Google hilft wenig, wenn der Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige nicht dort landet, wo er eigentlich gerne sein möchte. Die Landingpage ist der sichere Flughafen, der dem potenziellen Neukunden genau jene Informationen liefert, die er sich wünscht. Jener Ort, an dem seine Frage beantwortet wird. Direkt und ohne Umwege. Wenn Besucher zu Leads oder Conversions werden sollen, dann ist es wichtig, einen Blick auf die Landingpage zu werfen. Eine schlechte Landingpage führt dazu, dass die Absprungrate steigt. Im World Wide Web gibt es noch viele andere interessante Websites. Wenn ich nicht sofort finde, was ich suche, dann bietet mir das vielleicht ein anderes Angebot. Enttäuschte Besucher und hohe Absprungraten können wiederum dazu führen, dass der Qualitätsfaktor Ihrer Anzeigen bei Google sinkt. Ein Teufelskreislauf. Sie sollten sich also auch mit der Optimierung Ihrer Landingpages befassen. Auf diese Weise wachsen die Chancen auf hohe Conversionsraten und gute Leads.

Die Zielsetzung einer Landingpage

Verstehen Sie die Landingpage als eine Marketingseite, die eine Dienstleistung oder ein Produkt direkt vorstellt. Eine Landingpage kann auch die Antwort auf eine gezielte Nutzeraktion sein. Im Idealfalle ist sie beides, denn auch Produkte geben Antworten. Vielleicht geht es auch darum, die Kontaktdaten eines Nutzers zu erfassen oder eine Anmeldung zum Newsletter zu erzielen? Oder Sie bieten dem Nutzer eine App zum Download an? In all diesen Fällen kommt die Landingpage zum Tragen. Stellen Sie sich vor, der Nutzer klickt auf eine Google Ads Werbung zu einem fiktiven Produkt mit dem Namen „abc123“. Dann möchte er auf der Landingpage auch auf eine Produktbeschreibung zu exakt diesem Produkt sehen. Außerdem muss die Landingpage die Möglichkeit bieten, dieses Produkt zu einem aktuellen und konkurrenzfähigen Preis zu erwerben. Als Seitenbetreiber ist es Ihre Aufgabe den Besucher zur Aktion zu motivieren. Eine Aktion, die zum Umsatz führt. Die Landingpage sollte also ohne Umwege ein Bestell- oder Kontaktformular bereitstellen. Die Kaufabsicht des Nutzers ist schon weit fortgeschritten, wenn er auf Ihrer Landingpage angekommen ist. Genau dies sollten Sie nutzen. Bieten Sie dem Interessenten ein Call-To-Action Konzept an. Der Weg bis zum Abschluss der Bestellung sollte nun ohne Umwege und auf einem möglichst schnellen Weg bis zum Ziel erfolgen. Jede umständliche Registrierung verhindert, dass der Neukunde das Ziel erreicht. Eine erfolgreiche Landingpage fällt allerdings nicht vom Himmel. Sie müssen verschiedene Grundregeln beachten, damit Ihre Landingpages ihr Ziel erreichen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, sich mit diesen Regeln vertraut zu machen.

Brückenseiten und Landingpages

Ist eine Landingpage eigentlich dasselbe wie eine Brückenseite? Wie eine Doorway-Page? Nicht ganz. Eine Brückenseite setzt sich das Ziel, den Besucher programmgesteuert zur Hauptseite des Anbieters zu leiten. Auf diese Weise sollen eine Vielzahl von Keyword-Bezügen dafür genutzt werden, die Hauptseite zu stärken. Eine durchaus umstrittene Praxis, die auch von den Suchmaschinen nicht gerne gesehen wird. Im schlimmsten Fall droht Ihnen der Ausschluss der Domain aus dem Index der Suchmaschine. Brückenseiten führen auch zur Unzufriedenheit des Kunden. Der Nutzer kommt nicht dort an, wo er gerne sein möchte. Er bekommt nicht die Antworten auf seine Fragen und schon gar nicht das gewünschte Produkt.

Die Optimierung von Landingpages

Wenn Sie die Conversion Ihrer Landingpage steigern möchten, dann sollten Sie über eine Optimierung derselben nachdenken. Eine gute Landingpage transportiert die Produktbotschaft. Sie sorgt für einen Mehrwert, de sich perfekt an die Frage des Besuchers anpasst. Eine optimierte Landingpage muss den Nutzer inhaltlich ansprechen und ihm ein Angebot machen, mit dem er sich spontan auseinandersetzen kann. Dies führt am Ende dazu, dass der Nutzer aktiv wird. Eine solche Aktivität kann eine Bestellung sein, eine Kontaktaufnahme oder die Registrierung für einen Newsletter. Sie erreichen dies durch deine ansprechende und strukturierte Gestaltung der Webseite und der Angebote. Rücken Sie den wesentlichen Inhalt und das Alleinstellungsmerkmal Ihres Angebots in den Vordergrund. Platzieren Sie das Call-to-Action Element so, dass der Nutzer ermutigt wird, die Aktion durchzuführen. Sie verfolgen mit der Landingpage das strategische Ziel, die Conversion zu steigern, höhere Umsätze zu erzielen oder Leads zu generieren. Den meisten Landingpages geht eine bezahlte Werbung, wie Google Ads Anzeigen oder Werbemaßnahmen in den sozialen Netzwerken voraus. Auch die Suchmaschinenoptimierung kann im Vorfeld der Landingpage eine gewisse Rolle spielen, wenn auch manchmal untergeordnet. Das Haupt-Keyword der angebotenen Dienstleistung oder eines Produktes sollte allerdings in jedem Fall der Kern der Optimierung der jeweiligen Seite sein. Auf diese Weise verbessern Sie auch die Sichtbarkeit in den generischen Ergebnisseiten der Suchmaschinen.

 

Der aussagekräftige Titel

Manche Zeitungen setzen vor allem darauf, dass der Leser sich die Titel anschaut. Der viel kleiner gedruckte Text ist bisweilen sekundär. Auch in den sozialen Netzwerken ist das nicht anders: Viele Nutzer erfassen nur noch Titel (und Fotos) in der Timeline, der Inhalt im Detail wird nur noch dann aufgerufen, wenn ein Thema ganz besonders interessant oder wichtig erscheint. Auch bei Ihrer Landingpage sollten Sie damit rechnen, dass zunächst der Titel in das Blickfeld des Nutzers fällt. Über die Headline entscheidet sich in Sekunden oder auch innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, ob der Neukunde sich für das Angebot interessiert oder nicht. Gibt der Titel nicht die gewünschte Antwort, so hat der Nutzer Ihre Landingpage schneller wieder verlassen als Sie ihn mit dem Beschreibungstext im Detail mitnehmen könnten. Zu spät: Der Beschreibungstext wird überhaupt nicht mehr gelesen. Erklären Sie dem Nutzer mit der Headline kurz und knapp, was er bei Ihnen bekommt. Der Neukunde muss sofort sehen, dass er hier am richtigen Ort ist und findet, wonach er gesucht hat. Sorgen Sie für eine flotte Überschrift, die alles beinhaltet, was wirklich wichtig ist. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Platzieren Sie relevante Informationen

Sie sind stolz darauf, was Sie alles über Ihre Produkte erzählen können? Behalten Sie diesen Stolz für sich und geben Sie nur das an den Kunden weiter, was er als Antwort auf seine Frage gesucht hat. Machen Sie die Landingpage nicht zum Gemischtwarenladen, der dem Nutzer gleich die ganze Unternehmensgeschichte erzählt. Hierfür finden Sie auf anderen Seiten Ihrer Domain einen besseren Platz. Wenn der Nutzer nach dem Produkt „abc123“ gesucht hat, dann brauchen Sie ihm auf der Landingpage nicht auch noch Produkt „xyz789“ vorzustellen. Der Suchende möchte auch nicht auf der Kategorienseite zur Produktgruppe landen oder das komplette Sortiment einer Marke kennen lernen. Geben Sie ihn die Antwort auf das Produkt „abc123“, denn das ist die relevante Information, nach der er gesucht hat. Das gilt natürlich auch für die Suche nach einem Whitepaper. Der Nutzer sucht nach Informationen. Sie geben ihm genau diese.

Strukturieren Sie die Inhalte

 

Achten Sie auf eine gute Struktur der Inhalte auf der Landingpage. Kommen wir in diesem Zusammenhang zurück zum Beispiel einer Boulevard-Zeitung: Hier gibt es eine große Überschrift, die im Grunde genommen schon alles erklärt. Und natürlich ein aussagekräftiges Foto. Erst dann folgt der Text mit den Inhalten im Detail. Der eine Nutzer mag ihn lesen, der andere nicht. Halten Sie sich an das Motto: „Das Wichtigste zuerst“. Sorgen Sie für einen Teaser unter der Headline, der zusammenfasst, was im darauffolgenden Text ausführlicher beschrieben wird. Sie können das wichtigste Produktmerkmal oder ein Alleinstellungsmerkmal in diesen Teaser integrieren. Vielleicht gelingt es sogar, solches in den Titel einzubauen? Reden Sie nicht um den heißen Brei herum, verzichten Sie auf lange Einleitungen. Alle Informationen müssen immer gut recherchiert sein und können jederzeit einer Verifizierung standhalten. Nehmen Sie es mit der Wahrheit genau und achten Sie darauf, dass sich keine Fehler einschleichen. Lockern Sie die Produktinformationen auf, in dem Sie mehrere Spalten in der Desktopanzeige nutzen. Vermeiden Sie lange Fließtexte, die von einem Großteil der Nutzer ohnehin nicht zu Ende gelesen werden. 

 

Achten Sie auf die Ladezeit Ihrer Webseite

 

Ihr Server braucht erst ein paar Sekunden, bis er die Inhalte an den Nutzer sendet? Der Anwender hat Ihre Landingpage schneller wieder verlassen, als Sie ihn einfangen können. Sorgen Sie für ein Fitnessprogramm für die Technik Ihrer Webseite und Ihres Servers. Vermeiden sie zeitintensive Plugins, die zur verzögerten Darstellung der Inhalte führen. Oder bringen Sie diese auf den neuesten technischen Stand. Manchmal genügt es schon ein Plugin zu aktualisieren, damit die Landingpage wieder schneller läuft. Überfrachten Sie die Seite nicht mit unnötigem „Schnickschnack“, der keinen Mehrwert bringt, aber die Darstellung langsamer macht. Denken Sie auch an den Neukunden, der aus dem ländlichen Raum bei Ihnen bestellen möchte. Nicht jeder Internetnutzer hat eine schnelle Internetverbindung. Was bei Ihnen schnell dargestellt wird, braucht anderswo vielleicht viel Zeit. Fehler auf der Webseite sind ein No-Go! Oder möchten Sie wirklich Geld für die Anzeige in der Suchmaschine ausgeben, nur dafür, dass der Kunde dann eine Fehlermeldung zu sehen bekommt. Das sorgt für Frust beim Nutzer und zu einem schlechten Image Ihres Unternehmens. Achten Sie auf kompaktes Bildmaterial. Stellen Sie Bildmaterialien zur Verfügung, die vom Nutzer selbst vergrößert werden können. Eine gute Performance Ihrer Landingpage steigert die Conversion.

 

Videos und Bildmaterialien

 

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausende von Worten. Aber ein Bild braucht auch viel mehr Speicher. Was sich wiederum auf die Ladezeit auswirkt. Mit dem passenden Bild an der richtigen Position machen Sie dem Nutzer die Kaufentscheidung allerdings leichter. Fassen Sie im Text die wichtigsten Produktmerkmale, Vorteile und den Nutzen zusammen und sprechen Sie mit den Bildmaterialien die Emotionen des Interessenten an. Sie können auch ein Video einbetten oder verlinken. Dies hat den Vorteil, dass die Ladezeit der Landingpage zunächst nur geringfügig tangiert wird. Wer über eine gute Internetverbindung verfügt, kann dann das erklärende Video als zusätzliche Information nutzen. Testen Sie das eingebettete Video in unterschiedlichen Systemkonfigurationen mit verschiedenen Browsern. Die Darstellung unterscheidet sich hier manchmal erheblich. Sie können Bildmaterialien natürlich auch für Dienstleistungen einsetzen, für die es kein explizites Produktfoto gibt. Illustrieren Sie den Service und sprechen Sie den Besucher emotional an. 

 

Die Qualität der Texte

 

Fehlerhafte Rechtschreibung sollte heute überhaupt kein Thema mehr sein. Jede zeitgemäße Textverarbeitung bietet mittlerweile auch eine ordentliche Rechtschreibprüfung an. Rechtschreibfehler auf der Landingpage sind insofern eine regelrechte Schlamperei. Vielleicht schließt der Kunde dann auch auf einen schlampigen Service Ihres Unternehmens? Das sollten Sie nicht in Kauf nehmen. Flüchtigkeitsfehler schleichen sich ein, wenn Sie die Landingpage mit allzu heißer Nadel stricken. Investieren Sie in etwas mehr Zeit, den Text noch einmal von einem anderen Mitarbeiter gegenlesen zu lassen. Die Conversions der Landingpage werden es Ihnen am Ende danken. Vielleicht können Sie sich auch den Dienst eines Lektorats leisten? Der Online-Leser erwartet auch keine Literatur, die sich in all zu vielen verschachtelten Haupt- und Nebensätzen artikuliert. Veröffentlichen Sie einfache und kurze Sätze in großer Schrift, die auch auf dem Handy gut gelesen werden können. Sorgen Sie für eine aktive Sprache, die den Leser direkt anspricht und mitnimmt. Sie können den Nutzer mit „Du“ oder mit „Sie“ ansprechen. So wie es eben für die jeweilige Zielgruppe passt. Vermischen Sie das aber bitte nicht.

 

Der Call-To-Action Button

 

Was ist das wichtigste Element der Landingpage? Nun, der Call-To-Action Button ist jedenfalls der entscheidende Punkt, an dem die Handlung des neuen Kunden erfolgt. Ist dieser für den Nutzer nicht zu finden, so erfolgt auch eine Conversion. Formulieren Sie den Aufruf zur Handlung kurz und prägnant. „Hier downloaden“ oder „Klicken für mehr Infos“ oder „Jetzt bestellen“. Der Call-To-Action Button muss aus den anderen Elementen hervorstechen, niemand darf ihn versehentlich übersehen können. Nutzen Sie eine große Schrift oder ein spezielles Design, um den Button sichtbar zu machen. Platzieren Sie den Button im oberen Bereich der Webseite. Sie können am Ende des Beschreibungstextes auch einen zweiten Button ausspielen. Gestalten Sie den Button aber auch nicht zu reißerisch in grellen Farben. Das wirkt dann wiederum unseriös auf den neuen Kunden. 

 

Optimieren Sie die Landingpage für unterschiedliche Endgeräte

 

Behalten Sie im Blick, dass eine Vielzahl von Nutzern heute das vergleichsweise kleine Display eines mobilen Endgerätes nutzen, um die Inhalte Ihrer Landingpage aufzurufen. Es ist nicht weiter schwierig, alle relevanten Inhalte im sichtbaren Bereich eines großen Desktop-Monitors anzuzeigen. Beim Smartphone ist das eine größere Herausforderung. Das Responsive-Design für mobile Endgeräte ist eine Selbstverständlichkeit für die Landingpage. Ein positiver „Mobile Friendly Test“ ist aber noch kein Garant dafür, dass die Landingpage auf einen Blick sofort alle Informationen für den Handynutzer liefert. Testen Sie die Landingpage deshalb auch manuell auf den unterschiedlichen Endgeräten.