Google Ads / AdWords Experte von A-Z!
Amazon-Händler befinden sich in einer besonderen Ausgangslage: Sie verkaufen auf einer Plattform mit enormer Kaufnachfrage, besitzen aber deutlich weniger Kontrolle über Customer Journey, Tracking und Kundendaten als Händler mit einem eigenen Onlineshop. Gleichzeitig konkurrieren sie innerhalb von Amazon um Sichtbarkeit und können zusätzlich außerhalb des Marktplatzes neue Nachfrage über Google erschließen.
Damit entstehen zwei grundsätzlich verschiedene Werbewelten. Amazon Ads erreicht Kunden innerhalb des Amazon-Ökosystems und ist eng mit Produktdetailseiten und Marketplace-Conversions verbunden. Google Ads kann Amazon-Händler dagegen bereits erreichen, bevor ein Nutzer überhaupt bei Amazon sucht – beispielsweise über konkrete Produktsuchen in Google. Für Marken kann externer Google-Traffic deshalb ein zusätzlicher Akquisitionskanal sein, sofern Messung, Produktökonomie und Zielseite sauber gelöst sind.
Genau hier wird Google Ads für Amazon Seller anspruchsvoller als für einen klassischen Onlineshop. Ein Google-Ads-Conversion-Tag lässt sich nicht einfach im Amazon-Checkout des Händlers installieren. Google Shopping wiederum setzt im Standardmodell einen eigenen, kontrollierten Onlineshop voraus. Und wer externen Traffic auf eine schwache Amazon-Produktseite schickt, kauft lediglich zusätzliche Besucher für ein Angebot ein, das möglicherweise weder beim Preis noch bei Bewertungen, Lieferfähigkeit oder Featured Offer wettbewerbsfähig ist.
AdPoint betrachtet Google Ads für Amazon-Händler deshalb als Cross-Channel-Akquisition: Google erzeugt beziehungsweise erschließt zusätzliche Nachfrage, Amazon übernimmt einen Teil des Kauferlebnisses, Amazon Attribution misst soweit möglich die Wirkung des externen Traffics und die tatsächliche Produktmarge entscheidet darüber, welche Kampagnen wirtschaftlich skalierbar sind.
Datengrundlage dieser Analyse: Eigene AdPoint-Auswertung von 549 unterschiedlichen Keywordformulierungen aus insgesamt 567 Keywordzeilen in drei KWFinder-Datensätzen zu „Amazon Händler“, „Auf Amazon verkaufen“ und „Amazon Werbung“. Überschneidungen wurden bei der Ermittlung der unterschiedlichen Keywordformulierungen bereinigt; Suchvolumina überlappender Begriffe wurden nicht addiert. Ergänzt wurde die Analyse um aktuelle Daten des HDE-Online-Monitors 2026 sowie Informationen von Amazon und Google zu Marketplace, Amazon Ads, Amazon Attribution, Seller-Gebühren und Merchant Center. Stand: August 2026. Suchvolumen, CPC, PPC-Wettbewerb und Keyword Difficulty aus Keyword-Tools sind Schätzwerte; CPC-Werte werden entsprechend den gelieferten Daten in US-Dollar angegeben. Da Amazon-Händler nicht an einen lokalen Einsatzradius gebunden sind, wurde keine künstliche Stadtanalyse erzwungen; stattdessen bildet der dritte Datensatz die wirtschaftlich relevantere Werbeintention ab.
Amazon dominiert große Teile des deutschen Onlinehandels
Der deutsche Onlinehandel erzielte nach dem HDE-Online-Monitor 2026 im Jahr 2025 einen Nettoumsatz von 92,3 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 entspricht das einem Wachstum von 3,9 Prozent. Besonders relevant für Amazon-Händler ist die Rolle von Marktplätzen: Rund 56,7 Prozent des deutschen Onlineumsatzes liefen 2025 über Online-Marktplätze.
In der institutionellen Betrachtung des HDE beziehungsweise IFH Köln entfielen 2025 46,1 Prozent des deutschen Onlinehandels auf den Amazon.de-Marketplace und weitere 17,2 Prozent auf Amazons Eigenhandel. Zusammen entspricht dies in dieser Abgrenzung 63,3 Prozent. Der HDE weist ausdrücklich darauf hin, dass die Betrachtung von Amazon.de auch Umsätze aus dem europäischen Ausland umfasst; die Zahl sollte deshalb nicht mit einem rein inländischen Händlerumsatz verwechselt werden.
| Marktindikator | Aktueller Wert | Bedeutung für Amazon-Händler |
| Deutscher Onlinehandel 2025 | 92,3 Mrd. € netto | großer E-Commerce-Markt |
| Wachstum Onlinehandel 2025 | +3,9 % | Onlinehandel wächst weiter |
| Anteil Online-Marktplätze | 56,7 % | Marktplätze sind wichtigster Vertriebskanal |
| Amazon.de Marketplace laut HDE/IFH | 46,1 % | außergewöhnlich hohe Marketplace-Relevanz |
| Amazon.de Eigenhandel | 17,2 % | Amazon konkurriert teilweise selbst als Händler |
| Andere Marktplätze | 10,8 % | zunehmender Plattformwettbewerb |
Quelle: HDE-Online-Monitor 2026 / IFH Köln.
Auch Amazons eigener KMU-Report zeigt die Größenordnung des Händlerökosystems. Demnach verkauften 2024 rund 47.000 kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland über Amazon. Mehr als 80 Prozent dieser Unternehmen verkauften international. Der Exportumsatz deutscher KMU erreichte 5,7 Milliarden Euro, und insgesamt wurden über 750 Millionen Produkte verkauft. Mehr als 170.000 Beschäftigte arbeiteten laut Amazon bei diesen Unternehmen für deren Amazon-Geschäft.
Für Google Ads ergibt sich daraus ein interessanter Markt: Amazon-Händler konkurrieren nicht in einer Nische, sondern in einem der größten Vertriebssysteme des deutschen Onlinehandels. Gleichzeitig darf Plattformgröße nicht mit Händlerprofitabilität verwechselt werden. Amazon-Gebühren, Einkaufspreise, Fulfillment, Retouren und Werbung reduzieren den Spielraum, der für zusätzlichen externen Traffic zur Verfügung steht.
Die Suche nach „Amazon Händler“ bildet nur einen kleinen Teil des Marktes ab
Das exakte Keyword „Amazon Händler“ erreicht in den gelieferten Daten lediglich rund 120 durchschnittliche monatliche Suchanfragen. Die letzten drei Monate liegen bei etwa 90. KWFinder klassifiziert die Suchintention als navigational.
Die eigentliche Suchnachfrage rund um das Verkaufen auf Amazon verteilt sich auf viele andere Formulierungen.
| Keyword | Ø Suchvolumen/Monat | CPC/USD | PPC | Keyword Difficulty |
| amazon verkaufen | 1.900 | 5,40 | 58 | 21 |
| bei amazon verkaufen | 1.000 | 4,49 | 54 | 30 |
| auf amazon verkaufen | 890 | 4,96 | 63 | 41 |
| amazon verkäufer werden | 510 | 5,11 | 66 | 33 |
| amazon fba kosten | 500 | 1,80 | 47 | 23 |
| produkte auf amazon verkaufen | 320 | 9,66 | 60 | – |
| amazon verkäufer | 250 | 4,54 | 54 | 33 |
| amazon händler werden | 210 | 5,37 | 68 | 35 |
| amazon händler | 120 | 7,07 | 51 | 0 |
Quelle: Eigene AdPoint-KWFinder-Auswertung, August 2026. CPC in US-Dollar.
„Auf Amazon verkaufen“ wird im Datensatz ausdrücklich als transactional klassifiziert. Die Suchenden möchten also nicht lediglich etwas über Amazon wissen, sondern beschäftigen sich konkret mit dem Einstieg als Verkäufer.
Für eine Google Ads Agentur für Amazon-Händler sind diese Keywords trotzdem nicht automatisch Akquisitionskeywords für Endkunden. Sie beschreiben vielmehr das Händlerökosystem selbst. Ein etablierter Verkäufer, der beispielsweise Kaffeemaschinen, Werkzeug oder Kosmetik vertreibt, muss mit Google Ads letztlich auf die produktspezifische Kaufnachfrage seiner eigenen Kategorie abzielen.
Damit unterscheidet sich diese Branchenanalyse von einem Fensterbauer oder Zahnarzt: Das Keyword „Amazon Händler“ ist nicht das Keyword, mit dem der Kunde des Händlers dessen Produkt sucht.
Die Suchnachfrage nach dem Einstieg als Amazon Seller geht zurück
Mehrere Seller-Keywords zeigen in den gelieferten Daten eine rückläufige Entwicklung. „Amazon verkaufen“ liegt langfristig bei durchschnittlich rund 1.900 monatlichen Suchanfragen, im Durchschnitt der letzten drei Monate jedoch bei etwa 1.400. Bei „Auf Amazon verkaufen“ sinkt der Wert von rund 890 auf 630, bei „Amazon Händler“ von 120 auf 90.
Für „Auf Amazon verkaufen“ weist KWFinder ein Interest Growth von -48 Prozent aus, für „Amazon Verkäufer werden“ -61 Prozent und für „Amazon FBA Kosten“ -53 Prozent.
Diese Werte bedeuten nicht, dass der Amazon Marketplace schrumpft. Die aktuellen HDE- und Amazon-Marktdaten zeigen weiterhin einen sehr großen Marketplace-Markt. Die Keywordentwicklung legt vielmehr nahe, dass das öffentliche Suchinteresse rund um den Einstieg in das Amazon-Seller-Modell gegenüber früheren Jahren abgenommen hat.
Für bereits etablierte Händler kann das sogar eine wichtige Erkenntnis sein: Das eigentliche Wachstum muss nicht daraus entstehen, dass ständig neue Menschen „Amazon Seller werden“ googeln. Entscheidend ist die Nachfrage nach den Produkten, die bereits verkauft werden.
„Amazon Werbung“ ist ein besonders gefährliches Keyword
Das Keyword „Amazon Werbung“ erreicht rund 1.800 durchschnittliche monatliche Suchanfragen und einen geschätzten CPC von 9,28 US-Dollar. Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dahinter stehe ein großer Markt von Amazon-Händlern, die Werbung schalten möchten.
Die bereitgestellten Daten und SERPs zeigen jedoch ein völlig anderes Bild.
Im selben Keywordcluster erreicht beispielsweise „Amazon Prime Werbung“ rund 3.800 monatliche Suchanfragen. Weitere Begriffe lauten „Prime ohne Werbung“, „Amazon Werbung TV“, „Amazon Werbung entfernen“, „neue Amazon Werbung“ oder beziehen sich auf konkrete Fernsehspots. Die aktuelle SERP zum Hauptkeyword wird zudem stark von Nachrichten- und Verbraucherbeiträgen rund um Werbung bei Amazon beziehungsweise Prime geprägt.
Damit ist „Amazon Werbung“ ein klassisches Beispiel dafür, warum hohes Suchvolumen ohne Suchintent-Analyse wertlos sein kann.
| Werbe-Keyword | Ø Suchvolumen/Monat | CPC/USD | PPC | Keyword Difficulty |
| amazon werbung | 1.800 | 9,28 | 29 | 29 |
| werbung auf amazon | 200 | 11,50 | 24 | 20 |
| werbung bei amazon | 200 | 11,50 | 24 | 23 |
| amazon ads kosten | 60 | 5,16 | 68 | 10 |
| amazon werbung schalten | 50 | 10,64 | 70 | 18 |
| amazon seller werbung | 10 | 11,88 | 76 | – |
| amazon ppc werbung | 10 | – | 86 | 21 |
Quelle: Eigene AdPoint-KWFinder-Auswertung, August 2026.
Die Unterschiede im PPC-Wettbewerb sind aufschlussreich. „Amazon Werbung“ besitzt einen PPC-Wert von lediglich 29. Das wesentlich spezifischere „Amazon Werbung schalten“ liegt dagegen bei 70, „Amazon Seller Werbung“ bei 76 und „Amazon PPC Werbung“ sogar bei 86.
Das Suchvolumen wird kleiner, die kommerzielle Eindeutigkeit nimmt zu.
Amazon Ads und Google Ads sind zwei unterschiedliche Werbesysteme
Für Amazon-Händler ist eine klare begriffliche Trennung wichtig.
Amazon bietet mit Sponsored Products, Sponsored Brands und weiteren Formaten eigene Werbelösungen. Sponsored Products werden nach dem Cost-per-Click-Prinzip abgerechnet und können innerhalb der Amazon-Suchergebnisse sowie auf Produktdetailseiten und inzwischen teilweise auch außerhalb des Amazon-Stores erscheinen. Händler können unter anderem Keyword- beziehungsweise Produkttargeting nutzen.
Google Ads setzt dagegen außerhalb des Amazon-Marktplatzes an.
| Bereich | Amazon Ads | Google Ads für Amazon-Händler |
| Ausgangspunkt | Nutzer befindet sich im Amazon-Ökosystem | Nutzer sucht bzw. bewegt sich außerhalb von Amazon |
| Typisches Ziel | Produktdetailseite / Amazon Store | Amazon-Angebot oder eigener Shop |
| Kernstärke | sehr kaufnahe Marketplace-Nachfrage | zusätzliche externe Nachfrage |
| Messung | direkt über Amazon Ads | bei Amazon-Zielseiten über Amazon Attribution |
| Produktsuche | innerhalb Amazons | vor allem Google Search |
| Shopping / Merchant Center | nicht erforderlich | eigener geeigneter Shop erforderlich |
| Konkurrenz | andere Amazon-Angebote | gesamter Google-Suchmarkt |
| Datenkontrolle | Amazon-Ökosystem | bei eigener Website deutlich höher |
Für viele Händler ist deshalb nicht Amazon Ads oder Google Ads die richtige Frage.
Interessanter ist:
Welche Nachfrage sollte innerhalb Amazons abgeholt werden – und welche zusätzliche Nachfrage können wir außerhalb von Amazon profitabel erschließen?
Warum Google Ads für Amazon Seller überhaupt interessant sein kann
Ein Teil der Käufer beginnt die Produktsuche nicht bei Amazon, sondern bei Google. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten, Markenprodukten, konkreten Modellbezeichnungen oder sehr spezifischen Longtail-Suchen kann Google einen zusätzlichen Einstiegspunkt in die Customer Journey darstellen.
Ein Hersteller könnte beispielsweise für Suchanfragen zu seiner Marke, einem konkreten Produktmodell oder einer speziellen Problemlösung werben und den Nutzer anschließend zur entsprechenden Amazon-Produktdetailseite oder zum Amazon Store führen.
Diese Strategie ist insbesondere interessant, wenn Amazon für den Händler eine sehr hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit bietet. Kunden kennen den Checkout, besitzen häufig bereits ein Konto und können von Prime-Versand oder anderen Amazon-Services profitieren.
Der Nachteil: Der Händler gibt einen erheblichen Teil der Customer Journey und der Datenkontrolle an Amazon ab.
Amazon Attribution macht externen Google-Traffic messbarer
Amazon hat genau für dieses Problem Amazon Attribution entwickelt. Die kostenlose Messlösung soll zeigen, wie Marketingkanäle außerhalb von Amazon die Produktentdeckung und Käufe auf Amazon beeinflussen.
Amazon Attribution kann unter anderem externe Suchmaschinen-, Social-, Display-, Video-, E-Mail- und Influencer-Kampagnen messen. Attribution-Tags werden in die Ziel-URLs der externen Werbung integriert; anschließend können unter anderem Klicks, Produktdetailseitenaufrufe, Warenkorb-Aktionen und Verkäufe ausgewertet werden.
Besonders interessant für Google Ads: Amazon bietet eine Bulk-Funktion, über die bis zu 100.000 Google-Search-Keywords mit Attribution-Tags verarbeitet werden können. Das zeigt ausdrücklich, dass Google Search als externer Traffic-Kanal für Amazon-Produkte vorgesehen ist.
Amazon Attribution ist aktuell unter anderem in Deutschland für berechtigte Verkäufer im Amazon Brand Registry mit entsprechendem Markenvertreterstatus, Vendors sowie unterstützende Agenturen und Tool-Anbieter verfügbar.
Amazon Attribution ist trotzdem kein eigener Google-Ads-Pixel
Amazon Attribution verbessert die Messbarkeit erheblich, macht eine Amazon-Produktseite aber nicht zu einem normalen eigenen Onlineshop.
Der Händler kann keinen frei kontrollierten Google-Ads-Checkout-Tag in Amazons Kaufprozess integrieren. Die Conversion-Daten befinden sich in unterschiedlichen Systemen, und die Rückkopplung an automatisierte Google-Gebotsstrategien ist weniger unmittelbar als in einem eigenen Shop.
Auch Amazon selbst weist darauf hin, dass beim Vergleich von Amazon-Attribution-Daten mit externen Traffic-Daten Abweichungen auftreten können. In der aktuellen Dokumentation werden mögliche Differenzen von ungefähr 10 bis 20 Prozent genannt, unter anderem aufgrund verschiedener Klickzählmethoden.
Das Reporting sollte deshalb nicht versuchen, künstlich eine hundertprozentig identische Zahl zwischen Google und Amazon zu erzeugen. Entscheidend ist eine belastbare wirtschaftliche Entscheidungsgrundlage.
Wichtig für deutsche Händler: Brand Referral Bonus nicht einplanen
In einigen Amazon-Attribution-Dokumentationen wird zusätzlich der Brand Referral Bonus erwähnt. Dieser kann leicht den Eindruck erwecken, jeder Amazon-Händler erhalte für extern erzeugte Verkäufe eine Rückvergütung.
Amazons aktuelle Dokumentation stellt jedoch klar, dass der Brand Referral Bonus für US-Markenverkäufer vorgesehen ist. Deutsche Händler sollten einen solchen Bonus daher nicht ohne konkrete Berechtigung in ihre Google-Ads-Wirtschaftlichkeitsrechnung einbauen.
Warum Google Shopping nicht einfach auf eine Amazon-Produktseite geschickt werden kann
Bei einem eigenen Onlineshop ist Google Shopping häufig einer der wichtigsten E-Commerce-Kanäle. Für reine Amazon-Händler gilt das nicht ohne Weiteres.
Google verlangt für das reguläre Merchant-Center-Setup unter anderem, dass der angegebene Onlineshop kein Marktplatz ist, auf dem verschiedene Unternehmen ihre Produkte verkaufen, und dass Kunden den Kauf direkt auf der Website des Händlers abschließen können, ohne zu einer anderen Website weitergeleitet zu werden.
Eine normale Amazon-Produktseite eines einzelnen Marketplace-Verkäufers erfüllt diese klassische Händlerkonstellation deshalb nicht.
Das bedeutet:
Amazon-only Seller: Google Search + Amazon Attribution können eine sinnvolle externe Strategie bilden.
Amazon Seller mit eigenem D2C-Shop: Zusätzlich können Merchant Center, Google Shopping und Performance Max für den eigenen Shop eingesetzt werden.
Gerade bei Marken, die sowohl auf Amazon als auch direkt verkaufen, entsteht dadurch eine strategische Entscheidung: Welcher Traffic soll zum eigenen Shop und welcher zu Amazon geleitet werden?
Eigener Onlineshop oder Amazon als Google-Ads-Zielseite?
Beide Varianten besitzen Vorteile.
Eine eigene Website bietet mehr Kontrolle über Tracking, Customer Experience, E-Mail-Marketing, Cross-Selling und Kundendaten. Gleichzeitig muss der Händler selbst Vertrauen, Checkout, Versandkommunikation und Conversion-Optimierung aufbauen.
Amazon reduziert einen Teil dieser Reibung. Der Nutzer kennt die Plattform und kann möglicherweise schnell kaufen. Dafür entstehen Marketplace-Gebühren, geringere Datenkontrolle und Abhängigkeit von Amazons Plattformlogik.
Eine sinnvolle Entscheidung kann sogar von Produkt zu Produkt unterschiedlich ausfallen.
Ein neues, erklärungsbedürftiges Produkt könnte von einer ausführlichen eigenen Landingpage profitieren. Ein etabliertes Markenprodukt mit hervorragenden Amazon-Bewertungen kann dagegen auf Amazon besonders stark konvertieren.
Google Ads sollte diese Entscheidung nicht aus Gewohnheit treffen, sondern aus Daten.
Die Buy Box beziehungsweise Featured Offer wird bei externem Traffic entscheidend
Ein weiterer Unterschied zu einem eigenen Shop wird häufig unterschätzt.
Bei einer eigenen Produktseite verkauft genau der Händler, der für den Traffic bezahlt. Bei vielen Amazon-ASINs können dagegen mehrere Verkäufer dasselbe Produkt anbieten. Amazon entscheidet, welches Angebot prominent als Featured Offer dargestellt wird.
Wer Google Ads auf eine solche Produktdetailseite schickt, sollte deshalb wissen, ob er das beworbene Angebot auch tatsächlich kontrolliert.
Insbesondere für reine Wiederverkäufer kann extern eingekaufter Traffic problematisch sein, wenn anschließend ein anderer Händler das sichtbare Kaufangebot stellt. Der Werbetreibende könnte im Extremfall Nachfrage aufbauen, von der ein Wettbewerber profitiert.
Für Eigenmarken mit kontrollierter Distribution ist diese Problematik häufig geringer, verschwindet aber nicht vollständig.
Eine schwache Amazon-Produktseite lässt sich nicht mit mehr Google-Traffic reparieren
Bevor externes Werbebudget skaliert wird, muss die Produktdetailseite wettbewerbsfähig sein.
Relevant sind unter anderem:
- Produktbilder und gegebenenfalls Videos
- Produkttitel
- Bullet Points und Beschreibung
- A+ Content, sofern verfügbar
- Preis und Preispositionierung
- Bewertungen und Bewertungsqualität
- Lieferzeit
- Prime beziehungsweise Fulfillment-Situation
- Lagerbestand
- Variantenstruktur
- Featured Offer
- Markenwirkung
- Retouren und Produktqualität
Google Ads kann zusätzliche Interessenten liefern. Es kann aber nicht verhindern, dass Nutzer nach dem Klick ein besser bewertetes Konkurrenzprodukt entdecken oder sich aufgrund eines unattraktiven Preises gegen das Angebot entscheiden.
Gerade auf Amazon ist ein Anzeigenklick deshalb nur der Anfang eines intensiven Produktvergleichs.
Seller Economics: ACOS allein reicht nicht mehr
Amazon-Händler kennen häufig den ACOS – Advertising Cost of Sales aus Amazon Ads. Für eine kanalübergreifende Strategie reicht diese Kennzahl nicht.
Denn zusätzlich zu Amazon-internen Werbekosten entstehen bei externem Google-Traffic weitere Akquisitionskosten.
Eine vereinfachte Betrachtung lautet:
Verkaufspreis – Umsatzsteuer – Wareneinsatz – Amazon-Verkaufsgebühren – FBA beziehungsweise eigener Versand – Lager- und Retourenkosten – Amazon Ads – Google Ads = tatsächlicher Deckungsbeitrag
Amazon berechnet für den professionellen Verkaufstarif aktuell 39 Euro monatlich exklusive Umsatzsteuer zuzüglich Verkaufsgebühren. Die meisten Verkaufsgebühren liegen laut Amazon je nach Produktkategorie zwischen etwa 8 und 15 Prozent. Je nach Fulfillment-Modell kommen weitere FBA-, Lager- oder Versandkosten hinzu.
Erst nachdem diese Kosten berücksichtigt wurden, lässt sich beantworten, welchen zusätzlichen Customer Acquisition Cost Google Ads tragen darf.
Daniel Schiemann
Advertising Manager
Tim Jerathe
Advertising Manager
Celina Krone
Advertising Manager
André Steiger
Advertising Manager
Sedanur Cabuk
Advertising Manager
Bjarne Rühling
Advertising Manager
Melanie Vahland
Advertising Manager
Natalie Pardela
Advertising Manager
Inha Panasenko
Advertising Manager
Sarah Meyer
Advertising Manager
Felix Wenzel
CEO
DU?
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Ein guter Amazon-ROAS kann trotzdem unprofitabel sein
Ein hypothetisches Beispiel:
Ein Produkt wird für 60 Euro verkauft. Nach Umsatzsteuer, Einkauf, Marketplace-Gebühr, Fulfillment, Lager und durchschnittlichen Retourenkosten verbleiben vor Werbung 18 Euro Deckungsbeitrag.
Wenn Amazon Ads im Durchschnitt 7 Euro pro Bestellung beansprucht, verbleiben 11 Euro.
Wird anschließend zusätzlich externer Google-Traffic eingekauft, darf dessen durchschnittlicher Akquisitionsanteil nicht beliebig hoch sein. Weitere 12 Euro würden trotz eines zusätzlichen Verkaufs rechnerisch bereits zu einem negativen Deckungsbeitrag führen.
Der richtige Zielwert für Google Ads entsteht deshalb aus der Unit Economics des Produkts und nicht aus einem branchenüblichen ROAS.
Amazon Ads und Google Ads sollten nicht um dasselbe Budget kämpfen
Beide Systeme haben unterschiedliche Stärken.
Amazon Ads befindet sich sehr nah am eigentlichen Marketplace-Kauf. Sponsored Products können Nutzer erreichen, die bereits innerhalb Amazons nach vergleichbaren Produkten suchen.
Google Ads kann einen Schritt früher ansetzen. Dort lassen sich unter anderem Produkt-, Marken-, Modell-, Problem- und Kategorieanfragen erreichen, bevor der Nutzer den Amazon Marketplace öffnet.
Eine mögliche Budgetlogik kann deshalb so aussehen:
| Kampagnenbereich | Aufgabe | Typisches Ziel |
| Amazon Sponsored Products | kaufnahe Marketplace-Nachfrage | direkte Amazon-Verkäufe |
| Amazon Sponsored Brands | Marke und Sortiment innerhalb Amazon | Brand Store / Produktportfolio |
| Google Brand Search | vorhandene Markennachfrage außerhalb Amazon | Amazon Store oder Produkt |
| Google Product Search | konkrete Produktsuche | zusätzliche Verkäufe |
| Google Generic Search | neue Kategorie-Nachfrage | Neukunden |
| Google Problem-/Use-Case-Search | frühe Problemlösung | Produktentdeckung |
| Eigener Shop + Shopping/PMax | D2C-Verkäufe | volle Datenkontrolle |
| Amazon Attribution | externe Wirkung messen | Amazon-Conversions zuordnen |
Die sinnvollste Verteilung hängt von Produkt, Marge, Markenbekanntheit und Wettbewerbsumfeld ab.
Welche Google-Suchkampagnen für Amazon-Händler interessant sein können
Die konkrete Keywordanalyse muss immer anhand des tatsächlichen Sortiments erfolgen. Trotzdem lassen sich mehrere wiederkehrende Suchmuster unterscheiden.
Marken- und Produktnamen sind besonders interessant, wenn außerhalb Amazons bereits Nachfrage existiert.
Kategoriebegriffe können neue Nutzer erreichen, sind jedoch häufig wesentlich wettbewerbsintensiver und unspezifischer.
Problem- und Use-Case-Suchen funktionieren bei Produkten, die ein konkretes Problem lösen. Nutzer kennen dort möglicherweise noch keine Marke.
Modell- und Spezifikationskeywords können bei technischen Produkten eine sehr hohe Kaufnähe besitzen.
Vergleichs- und Alternativsuchen können relevant sein, wenn das eigene Produkt klare Differenzierungsmerkmale besitzt.
Saisonale Suchen sind für Produkte interessant, deren Nachfrage rund um Weihnachten, Prime Day, Sommer, Winter oder andere Ereignisse deutlich schwankt.
Die Kampagne sollte nicht nach „Amazon Seller“ strukturiert werden, sondern nach den wirtschaftlichen Suchintentionen des realen Sortiments.
Suchbegriffe rund um Amazon selbst können für Endkundenkampagnen Streuverluste erzeugen
Die 549 untersuchten Keywordformulierungen zeigen sehr deutlich, wie viele völlig verschiedene Absichten mit Amazon verbunden werden.
Dazu gehören unter anderem:
Amazon Prime Werbung, Prime ohne Werbung, Seller Central, Amazon Verkäufer werden, Amazon FBA Kosten, Amazon Jobs, Verkäuferkonto, Amazon Gebühren, Amazon Kundenservice, Steuerberater Amazon FBA und zahlreiche Informationsfragen.
Für eine Kampagne, die Verbraucher für ein bestimmtes Produkt gewinnen soll, sind viele dieser Suchintentionen irrelevant.
Die Negativkeyword-Strategie muss deshalb auf zwei Ebenen arbeiten: einmal gegen nicht passende Produktintentionen und zusätzlich gegen Amazon-spezifische Plattform- und Seller-Suchen.
FBA und FBM beeinflussen die Google-Ads-Wirtschaftlichkeit
Ob ein Händler Versand durch Amazon nutzt oder Bestellungen selbst erfüllt, wirkt sich unmittelbar auf Kosten und Customer Experience aus.
Bei FBA entstehen unter anderem Fulfillment- und Lagerkosten. Amazon weist darauf hin, dass sich diese Kosten nach Produktgröße, Gewicht, Lagerdauer und weiteren Faktoren unterscheiden. Für 2026 wurden zwar verschiedene europäische Gebühren reduziert, gleichzeitig können weitere Zuschläge und programmspezifische Kosten gelten.
Für Google Ads ist daher nicht der Verkaufspreis entscheidend, sondern der Deckungsbeitrag nach Fulfillment.
Auch die Lieferfähigkeit zählt. Externer Traffic für ein Produkt mit knappem Lagerbestand kann ökonomisch unsinnig sein, wenn anschließend ein Stockout droht. Umgekehrt kann Google Ads gezielt helfen, profitablen Lagerbestand schneller zu bewegen.
Besonders interessant: Produkte mit eigener Marke
Google Ads ist für Amazon-Händler besonders strategisch interessant, wenn der Verkäufer nicht lediglich austauschbare Handelsware anbietet, sondern eine eigene Marke aufbaut.
Dann können mehrere Effekte zusammenkommen:
Der Händler kann außerhalb Amazons eigene Marken-Suchnachfrage erzeugen, seine Marke gegen Konkurrenz positionieren, Amazon Attribution nutzen und Nutzer gezielt zum eigenen Brand Store beziehungsweise zu Markenprodukten führen.
Bei reinen Arbitrage- oder Reseller-Modellen ist der Nutzen häufig schwieriger zu kontrollieren. Der Händler bezahlt für externe Nachfrage, besitzt aber weder die Marke noch zwingend dauerhaft die relevante Kaufposition auf dem ASIN.
Eigenmarke und Reseller sollten deshalb nicht mit demselben Google-Ads-Modell behandelt werden.
Google Ads für Amazon-only Seller und Hybrid-Händler unterscheiden
Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht zwischen Händlern, die ausschließlich auf Amazon verkaufen, und Unternehmen mit zusätzlichem eigenen Shop.
Amazon-only Seller
Hier liegt der Schwerpunkt typischerweise auf Google Search, Amazon Attribution und der gezielten Weiterleitung zu Amazon-Angeboten. Tracking und Datenkontrolle bleiben begrenzter.
Amazon + eigener D2C-Shop
Hier eröffnet sich eine wesentlich umfangreichere Google-Ads-Struktur. Der Händler kann zusätzlich Merchant Center, Google Shopping, Performance Max, vollständiges Conversion Tracking und eigene Remarketing- beziehungsweise CRM-Daten verwenden.
Für Google Merchant Center muss der eigene Shop die Google-Anforderungen erfüllen; unter anderem muss der Kauf unmittelbar auf der eigenen Website abgeschlossen werden können.
Die Frage lautet dann nicht nur, wie Google Ads geschaltet wird, sondern auch, wohin der Nutzer geschickt werden soll.
Amazon oder eigener Shop: Der Customer Lifetime Value kann die Entscheidung verändern
Amazon kann einen sehr starken Erstkaufkanal darstellen. Der Händler erhält jedoch nur eingeschränkten direkten Zugriff auf die Kundenbeziehung.
Im eigenen Shop können dagegen Newsletter, CRM, Loyalty, Abonnements und Cross-Selling stärker kontrolliert werden.
Für ein Produkt mit geringem Wiederkaufswert kann die hohe Amazon-Conversion besonders attraktiv sein. Für Verbrauchsgüter mit regelmäßigem Wiederkauf kann dagegen eine direkt gewonnene Kundenbeziehung langfristig wesentlich wertvoller sein.
Ein sinnvoller Vergleich lautet deshalb:
Amazon: höherer Marketplace-Komfort, Plattformgebühren, geringere Kundendatenkontrolle.
D2C: höhere eigene Verantwortung für Conversion und Vertrauen, dafür stärkere Kontrolle über Kundenwert und Wiederkäufe.
Google Ads kann beide Geschäftsmodelle unterstützen – aber die Wirtschaftlichkeit muss unterschiedlich berechnet werden.
Conversion Tracking für Amazon-Händler
Ein Amazon-Händler sollte Google Ads nicht ausschließlich anhand von Klicks bewerten.
Eine sinnvolle Messkette lautet:
Google-Suchanfrage → Anzeigenklick → Amazon-Produktdetailseite → Produktdetailseitenaufruf → Warenkorb → Kauf → Umsatz → Deckungsbeitrag
Amazon Attribution kann einen relevanten Teil dieser Kette sichtbar machen.
Bei Händlern mit eigenem Shop kommt eine zweite Messkette hinzu:
Google → eigener Shop → Produkt → Checkout → Kauf → Neukunde/Bestandskunde → Wiederkäufe
AdPoint kann dadurch beurteilen, ob für bestimmte Produkte Amazon oder der eigene Shop der wirtschaftlich bessere Zielpunkt ist.
AdPoint als Google Ads Agentur für Amazon-Händler
AdPoint beginnt die Strategie nicht mit der Frage, welche Google-Ads-Kampagne technisch eingerichtet werden kann. Zuerst muss geklärt werden, welche Produkte überhaupt extern beworben werden sollten.
Dazu gehören unter anderem Produktmargen, Amazon-Gebühren, vorhandene Amazon-Ads-Kosten, Lagerbestand, Bewertungsqualität, Wettbewerb, Markenstatus, Featured Offer, Suchnachfrage und vorhandene D2C-Strukturen.
Auf dieser Basis können Google-Suchkampagnen aufgebaut, Amazon-Attribution-Strukturen eingerichtet und Budgets nach Produktwirtschaftlichkeit priorisiert werden. Besitzt der Händler zusätzlich einen eigenen Shop, können Merchant Center, Shopping, Performance Max und Search gemeinsam in die Strategie einbezogen werden.
Als spezialisierteGoogle Ads Agentur betrachtet AdPoint dabei nicht ausschließlich CPC, Klicks oder den von Google gemessenen Umsatz. Entscheidend ist, welchen zusätzlichen wirtschaftlichen Wert die Kampagnen für das gesamte Amazon- beziehungsweise E-Commerce-Geschäft erzeugen.
Warum Amazon-Erfahrung bei Google Ads wichtig ist
Ein Amazon Seller ist nicht einfach ein gewöhnlicher Onlineshop ohne eigene Website.
Marketplace-Gebühren, Amazon Ads, Featured Offer, FBA, Bewertungen, Lagerbestand, Amazon Attribution und eingeschränkte Trackingmöglichkeiten verändern die gesamte Werbeökonomie.
Genau deshalb wäre eine Standard-E-Commerce-Kampagne ungeeignet.
Google Ads für Amazon-Händler muss beantworten:
Welche Produkte profitieren von externem Traffic?
Wie messen wir Verkäufe auf Amazon?
Soll der Nutzer zu Amazon oder zum eigenen Shop?
Wie viel Werbekosten hält die Produktmarge nach allen Marketplace-Kosten aus?
Entsteht tatsächlich zusätzlicher Umsatz oder verschieben wir lediglich vorhandene Nachfrage zwischen Kanälen?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, wird aus zusätzlichem Traffic ein kontrollierbares Wachstumsinstrument.
Mit Google Ads zusätzliche Nachfrage für Amazon-Produkte erschließen
Amazon verfügt bereits über enorme interne Kaufnachfrage. Genau deshalb muss Google Ads für einen Amazon-Händler nicht versuchen, Amazon Ads zu ersetzen.
Die Stärke von Google liegt außerhalb des Marktplatzes.
Dort können Nutzer erreicht werden, die nach konkreten Produkten, Marken, Anwendungsfällen oder Problemlösungen suchen und möglicherweise noch nicht entschieden haben, wo sie kaufen möchten.
Für geeignete Amazon-Händler kann daraus ein zusätzlicher Wachstumskanal entstehen. Voraussetzung sind ein wettbewerbsfähiges Listing, ausreichende Marge, belastbarer Lagerbestand und eine saubere Messstrategie über Amazon Attribution beziehungsweise – bei Hybridmodellen – den eigenen Shop.
AdPoint entwickelt Google Ads für Amazon Seller deshalb nicht als isolierte Klickkampagne, sondern als Verbindung aus Google-Suchnachfrage, Amazon-Commerce-Daten und realer Produktprofitabilität.
Quellenhinweis
Datengrundlage der Suchmarktanalyse: bereitgestellte KWFinder-Exporte zu „Amazon Händler“, „Auf Amazon verkaufen“ und „Amazon Werbung“, ausgewertet durch AdPoint im August 2026. Ergänzende Markt- und Plattforminformationen: HDE-Online-Monitor 2026 / IFH Köln, Amazon KMU-Report 2025, Amazon Seller, Amazon Ads, Amazon Attribution sowie aktuelle Anforderungen des Google Merchant Centers.
Ads Agentur Amazon Händler
Google Ads kann für Amazon-Händler sinnvoll sein, wenn außerhalb Amazons relevante Suchnachfrage nach den angebotenen Produkten besteht und die Produktmarge zusätzliche Akquisitionskosten zulässt. Besonders interessant ist Google für Eigenmarken und Produkte mit klarer Suchnachfrage. Entscheidend ist, Verkäufe und Profitabilität möglichst sauber zu messen.
Externer Suchtraffic kann auf Amazon-Angebote geleitet und über Amazon Attribution gemessen werden, sofern der Händler beziehungsweise die Marke die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Amazon unterstützt in Attribution ausdrücklich die Messung von Google-Search-Kampagnen.
Ein reiner Marketplace-Verkäufer kann seine normale Amazon-Produktseite nicht einfach wie einen eigenen Shop im Merchant Center verwenden. Google verlangt für das klassische Merchant-Center-Modell unter anderem eine eigene geeignete Shopdomain und einen direkt dort abschließbaren Checkout. Besitzt der Händler zusätzlich einen eigenen Onlineshop, können Shopping und Performance Max für diesen Shop eingesetzt werden.
Amazon Ads erreicht Nutzer innerhalb des Amazon-Ökosystems und ist direkt auf Marketplace-Produkte und -Verkäufe ausgerichtet. Google Ads erreicht Nachfrage außerhalb Amazons. Für Amazon-Händler können beide Systeme komplementär eingesetzt werden.
Amazon Attribution ist eine Messlösung für Marketingaktivitäten außerhalb Amazons. Damit lässt sich analysieren, wie beispielsweise Google Search, Social Ads oder E-Mail-Kampagnen Produktdetailseitenaufrufe, Warenkorb-Aktionen und Verkäufe auf Amazon beeinflussen.
Ja. Amazon nennt Deutschland als einen der Märkte, in denen Amazon Attribution für berechtigte Verkäufer im Markenregister, Vendors sowie unterstützende Agenturen und Tool-Anbieter verfügbar ist.
Besonders interessant können Produkte mit ausreichender Marge, guter Amazon-Conversion, stabilem Lagerbestand, starken Bewertungen und eindeutiger externer Suchnachfrage sein. Bei austauschbaren Reseller-Produkten oder schwacher Featured-Offer-Position ist zusätzliche externe Werbung häufig schwieriger wirtschaftlich zu kontrollieren.
Es gibt keinen universell guten ROAS. Entscheidend sind Wareneinsatz, Amazon-Verkaufsgebühren, Fulfillment, Lagerkosten, Retouren, Amazon Ads und weitere variable Kosten. Erst der verbleibende Deckungsbeitrag bestimmt, wie viel zusätzlich für Google Ads ausgegeben werden kann.
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Amazon kann durch bekannte Kaufprozesse und hohe Plattformakzeptanz stark konvertieren. Ein eigener Shop bietet dagegen mehr Kontrolle über Tracking, Kundendaten und Wiederkäufe. Händler mit beiden Vertriebskanälen sollten die Entscheidung anhand der tatsächlichen Profitabilität treffen.
Ja. Amazon Ads kann kaufnahe Nachfrage innerhalb des Marktplatzes abdecken, während Google Ads zusätzliche externe Nachfrage erschließt. Wichtig ist ein Reporting, das verhindert, dass Umsätze mehreren Kanälen unkritisch gleichzeitig zugeschrieben werden.
