Alle BeiträgeAllgemeinGoogle Ads 15. Juli 2026
Das Google Ads Audit: Ist Ihr Konto noch zeitgemäß?
Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal die grundlegenden Einstellungen Ihres Google Ads Kontos hinterfragt? Viele Werbekonten gleichen historisch gewachsenen Gebäuden. Es wird hier angebaut, dort geflickt, aber das Fundament bleibt oft jahrelang unberührt.
Was vor zwei oder drei Jahren noch als „Best Practice“ galt, kann heute im Jahr 2026 bereits ein echter Budgetfresser sein. Die Algorithmen von Google haben sich rasant weiterentwickelt, Datenschutzrichtlinien wurden verschärft und Kampagnentypen haben sich grundlegend verändert. Ein regelmäßiges Audit ist daher Pflicht, um zu prüfen, ob Ihr Konto noch zeitgemäß läuft.
Kleine Checkliste für veraltete Einstellungen
Es gibt ein paar typische Einstellungen und Anzeigenformate, die in älteren Konten oft unbemerkt überdauert haben, obwohl sie längst überholt sind. Prüfen Sie Ihr Konto auf folgende Punkte:
- Erweiterte Textanzeigen (ETAs): Diese alten, starren Anzeigenformate können von Google schon lange nicht mehr bearbeitet oder neu erstellt werden. Wenn in Ihrem Konto immer noch ETAs aktiv sind, sollten diese dringend durch moderne Responsive Suchanzeigen (RSAs) ersetzt werden. RSAs passen sich flexibel an die Suchanfragen an und erzielen deutlich bessere Leistungswerte.
- Alte Keyword-Optionen & veraltete Keywords: Wer seit Jahren dieselben Keywords unverändert laufen lässt, übersieht oft, dass Google die Funktionsweise der passenden Wortgruppen (Phrase Match) und weitgehend passenden Keywords (Broad Match) grundlegend reformiert hat. Der alte „Broad Match Modifier“ (mit den Plus-Zeichen vor den Wörtern) ist längst Geschichte. Wer seine alten Keyword-Optionen nicht an die modernen Funktionsweisen anpasst, riskiert entweder den Verlust wertvoller Reichweite oder massive Streuverluste.
- Ungeprüfte Gebotsstrategien: Zwar können manuelle Gebotsstrategien in manchen spezifischen Konten oder Nischen nach wie vor durchaus sinnvoll sein, allerdings müssen sie regelmäßig auf ihre Aktualität geprüft werden. Wer hier den Markt aus den Augen verliert, blockiert oft unbemerkt das Potenzial moderner, KI-gestützter Optionen.
Typische ungenutzte Elemente im Werbekonto finden
Neben veralteten Einstellungen sammeln sich im Laufe der Zeit in fast jedem Konto ungenutzte Elemente an. Am Ende bringen diese keinen Nutzen mehr, machen das Konto unübersichtlicher und kosten im schlimmsten Fall Performance.
- Alte Produktgruppen im Shopping-Bereich: Märkte und Sortimente verändern sich dynamisch. Wer Produktgruppen im Shopping-Bereich vor Jahren starr aufgeteilt hat, schleppt oft Strukturen mit, die heute gar keinen Sinn mehr machen. Das führt dazu, dass neue Bestseller in zu großen Clustern untergehen oder Budgets falsch verteilt werden.
- Alte Conversion-Aktionen: Oft finden sich in den Einstellungen noch Tracking-Punkte von alten Websites, inaktiven Tools oder längst gelöschten Formularen. Diese verwirren nicht nur den Betrachter, sondern können auch den Algorithmus fehlleiten, wenn sie fälschlicherweise noch als „primäre“ Conversions zählen.
- Inaktive Anzeigenerweiterungen (Assets): Alte Sitelinks, die auf nicht mehr existierende Seiten verweisen, oder veraltete Telefonnummern blockieren den Platz für moderne, relevante Werbebotschaften.
Warum ein Blick von außen wahre Wunder wirkt
Selbst erfahrene Inhouse-Marketer oder langjährige Betreuer tappen früher oder später in dieselbe Falle: Betriebsblindheit. Wenn man täglich im selben Konto arbeitet, übersieht man die feinen Risse im Fundament. Man hat sich an bestimmte Strukturen gewöhnt und hinterfragt sie nicht mehr.
Ein externer Blick durch ein professionelles SEA-Audit bricht diese Routine auf. Ein Außenstehender betrachtet das Konto völlig unvoreingenommen und gleicht das Setup mit aktuellen Marktstandards und branchenübergreifenden Erfahrungen ab. Oft sind es wenige strategische Hebel, die ein stagnierendes Konto wieder zum Laufen bringen.
Fazit: Machen Sie den kostenlosen Test
Ein Google Ads Konto ist kein „Set-and-Forget“-Projekt. Es sollte angepasst und regelmäßig von Altlasten befreit werden. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihr Werbebudget in die richtigen Kanäle fließt und nicht in veralteten Systemen versickert.
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