Google Ads / AdWords Experte von A-Z!
Eine ChatGPT-Ads-Kampagne wird im OpenAI Ads Manager Beta angelegt und besteht nicht nur aus einer Anzeige. OpenAI strukturiert eine Campaign aktuell unter anderem über Titel, Objective, gegebenenfalls Conversion Event, Budget, Start- und Enddatum, Zielländer, optionale Plattformen und optionale Custom Audiences. Innerhalb der Campaign folgen Ad Groups und Ads.
Die zentrale Kampagnenlogik lautet:
Geschäftsziel → Campaign → Ad Group → Context Hints → Ad → Landingpage → Conversion
Wer diese Ebenen sauber trennt, kann später wesentlich besser erkennen, welche Nutzerintention, Botschaft und Zielseite tatsächlich funktioniert.
1. Vor der Kampagnenerstellung das Geschäftsziel festlegen
Die erste Frage lautet nicht:
Welche Anzeige möchten wir schreiben?
Sondern:
Welches Ergebnis soll die Kampagne erzeugen?
Mögliche Ziele:
- Reichweite,
- Website-Traffic,
- Leads,
- Registrierungen,
- Käufe.
Das Geschäftsziel bestimmt anschließend, welches Objective im Ads Manager sinnvoll ist.
2. Das richtige Campaign Objective auswählen
OpenAI unterstützt aktuell drei Campaign Objectives:
| Objective | Abrechnung | Optimierung |
| CPM | pro 1.000 Impressionen | Reichweite |
| CPC | pro gültigem Klick | Klicks / Traffic |
| oCPC | pro gültigem Klick | ausgewähltes Conversion Event |
OpenAI beschreibt CPM für Scale, Reach und Awareness, CPC für Engagement und Traffic sowie oCPC für nachgelagerte Aktionen nach einem Klick.
CPM-Kampagne erstellen
Eine CPM-Kampagne eignet sich insbesondere, wenn Sichtbarkeit im Vordergrund steht.
Typische Ziele:
- Bekanntheit,
- Launch,
- Reichweite,
- neue Produktkategorie.
Erfolg sollte dann nicht ausschließlich anhand von Conversions bewertet werden.
Wichtiger werden zunächst:
- Impressions,
- CPM,
- gegebenenfalls CTR.
CPC-Kampagne erstellen
Eine CPC-Campaign eignet sich, wenn Nutzer auf die Website oder eine bestimmte Produkt- beziehungsweise Leistungsseite gelangen sollen.
OpenAI berechnet hierbei gültige Klicks.
Geeignet beispielsweise für:
- Produktseiten,
- Angebotsseiten,
- Content,
- Lead-Funnel-Einstiege.
oCPC-Kampagne erstellen
oCPC bedeutet conversion-optimized Cost per Click.
Dabei bleibt die Abrechnung klickbasiert, OpenAI optimiert die Auslieferung jedoch stärker auf ein ausgewähltes Conversion Event nach dem Klick.
Mögliche Events:
- Purchase,
- Lead,
- Registrierung,
- anderes unterstütztes Conversion Event.
Für oCPC benötigt die Kampagne deshalb ein sinnvoll eingerichtetes Conversion Measurement.
3. Kampagnennamen sinnvoll vergeben
Die Namenskonvention wird häufig unterschätzt.
Schwach:
Kampagne 1
Besser:
DE | Managed Services | Leads | oCPC
Ein einheitliches Schema kann beispielsweise enthalten:
Land | Produkt | Ziel | Objective
Dadurch bleiben auch größere Accounts verständlich.
4. Budgettyp auswählen
OpenAI unterstützt bei der Kampagnenerstellung aktuell:
- Campaign-total Budget,
- Daily Budget.
Campaign-total Budget
Maximaler Gesamtbetrag für die vollständige Kampagnenlaufzeit.
Daily Budget
Durchschnittlicher beziehungsweise angestrebter Tagesbetrag.
OpenAI empfiehlt neuen Advertisern derzeit ausdrücklich, zunächst ein Daily Budget zu erwägen, um Auslieferung und Performance beobachten zu können, bevor ein fester Gesamtbetrag gebunden wird.
5. Campaign-total Budget richtig verstehen
Ein Campaign-total Budget ist laut OpenAI ein Gesamtausgabenlimit und keine gleichmäßige Pacing-Garantie. Das System kann Budget je nach passenden Werbemöglichkeiten ungleich über die Laufzeit verteilen.
Beispiel:
Gesamtbudget:
3.000 Euro.
Laufzeit:
30 Tage.
Das bedeutet nicht automatisch:
100 Euro pro Tag.
Ausgaben können früher oder später stärker anfallen.
6. Daily Budget richtig verstehen
Das Daily Budget ist ein Zielwert für den Tagesverbrauch.
OpenAI weist darauf hin, dass die tatsächlichen Tagesausgaben oberhalb oder unterhalb des eingestellten Werts liegen können.
Wer eine harte Gesamtobergrenze benötigt, sollte diese Charakteristik bei der Budgetentscheidung berücksichtigen.
7. Start- und Enddatum festlegen
OpenAI empfiehlt, Kampagnen ausreichend lange laufen zu lassen, damit relevante Performance-Daten entstehen können. Gleichzeitig sollten saisonale Faktoren, Promotions, Feiertage und Launchtermine berücksichtigt werden.
Eine Testkampagne über zwei Tage kann beispielsweise zu wenig Daten liefern.
8. Zielländer auswählen
OpenAI unterstützt Campaign-Level Country Targeting.
Mit Stand 18. August 2026 ist Ads Manager aktuell verfügbar in:
- Australien,
- Brasilien,
- Kanada,
- Japan,
- Korea,
- Mexiko,
- Neuseeland,
- Vereinigtem Königreich,
- USA.
Deutschland ist derzeit noch nicht als verfügbarer Ads-Manager-Markt aufgeführt.
Für deutsche Unternehmen ist deshalb aktuell vor allem Vorbereitung, Strategie und technische Readiness relevant, bis OpenAI Deutschland offiziell freischaltet.
9. Regionale Targeting-Optionen prüfen
OpenAI unterstützt zusätzlich zu Ländern je nach Markt weitere geografische Ebenen. Die aktuelle Kampagnendokumentation nennt unterstützte Regionen, Städte und Postleitzahlen, wobei die konkrete Verfügbarkeit vom Land abhängt. In den USA stehen zusätzlich States, DMAs und ZIP Codes zur Verfügung.
Maßgeblich ist der Location Picker im Ads Manager.
10. Plattformen auswählen
OpenAI unterstützt aktuell:
- iOS App,
- Android App,
- Web.
Web umfasst Desktop-Web und Mobile-Web.
Je nach Landingpage und Angebot kann eine unterschiedliche Plattformperformance entstehen.
11. Custom Audiences optional einsetzen
Campaigns können laut aktueller OpenAI-Dokumentation optionale Custom Audiences ein- oder ausschließen.
Das ist vor allem für größere First-Party-Audience-Bestände relevant.
Custom Audiences sollten jedoch nicht mit automatisch erzeugtem Website-Visitor-Retargeting gleichgesetzt werden.
12. Kampagne nach einem klaren Geschäftsziel strukturieren
OpenAI empfiehlt, Kampagnen rund um klar getrennte Business-Ziele oder Initiativen aufzubauen. Unterschiedliche Objectives, Regionen oder Produktkategorien können separate Campaigns rechtfertigen.
Beispiel:
Nicht:
eine Kampagne für das gesamte Unternehmen.
Sondern beispielsweise:
Campaign 1
Managed Services Leads.
Campaign 2
Security Assessment Leads.
Campaign 3
Brand Awareness.
So bleiben Ziele und Auswertung verständlich.
13. Ad Groups erstellen
Innerhalb einer Campaign sollten mehrere Ad Groups unterschiedliche Themen, Value Propositions oder Messaging-Ansätze testen. Genau diese Struktur empfiehlt OpenAI aktuell ausdrücklich.
Beispiel für einen SaaS-Anbieter:
- CRM für Vertrieb,
- CRM für Service,
- CRM mit Microsoft-365-Integration.
14. Ad Groups nach Intent statt nach internen Abteilungen strukturieren
Die Nutzerperspektive ist wichtiger als die Unternehmensorganisation.
Schwach:
- Produktlinie A,
- Produktlinie B.
Besser:
- Excel ersetzen,
- Vertriebsprozesse automatisieren,
- Pipeline besser steuern.
Die Ad Group sollte eine erkennbare Nutzerintention abbilden.
15. Context Hints ergänzen
OpenAI ermöglicht auf Ad-Group-Ebene Context Hints, die Gespräche, Themen oder Keywords beschreiben, in denen das Angebot relevant sein kann. Sie sind ausdrücklich keine Exact-Match-Keywords und garantieren keine Auslieferung.
Beispiel:
Ad Group:
IT Outsourcing
Context Hints:
- interne IT überlastet,
- IT-Support auslagern,
- externer IT-Betrieb,
- Managed Services prüfen.
Daniel Schiemann
Advertising Manager
Tim Jerathe
Advertising Manager
Celina Krone
Advertising Manager
André Steiger
Advertising Manager
Sedanur Cabuk
Advertising Manager
Bjarne Rühling
Advertising Manager
Melanie Vahland
Advertising Manager
Natalie Pardela
Advertising Manager
Inha Panasenko
Advertising Manager
Sarah Meyer
Advertising Manager
Felix Wenzel
CEO
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16. Nicht hunderte Keywords übertragen
Ein Fehler wäre, eine bestehende Google-Ads-Keywordliste unverändert als Context Hints zu übernehmen.
ChatGPT Ads berücksichtigen den reichhaltigeren Gesprächskontext und Intent.
Die bessere Frage lautet:
Welche Gesprächssituation deutet auf Bedarf hin?
17. Ads für jede Ad Group entwickeln
Eine Anzeige sollte zum Intent der jeweiligen Ad Group passen.
Beispiel:
Intent
Microsoft 365 absichern.
Headline
Microsoft 365 Security Check
Beschreibung
Bestehende Konfiguration prüfen und zentrale Sicherheitsrisiken identifizieren.
Damit ergibt sich eine logische Verbindung zwischen Gesprächssituation und Angebot.
18. Landingpage passend auswählen
Die Zielseite sollte die Erwartung aus Ad Group und Creative fortführen.
Beispiel:
Anzeige:
Managed IT für Unternehmen
Schwache Destination:
Homepage.
Bessere Destination:
spezifische Managed-Services-Seite.
Diese Struktur verbessert nicht automatisch die Performance, schafft aber einen wesentlich konsistenteren Conversion-Funnel.
19. Conversion Measurement vor oCPC einrichten
OpenAI Conversion Measurement kann aktuell über:
- OpenAI Pixel,
- Conversions API,
- beide gemeinsam
erfolgen.
Eine Conversion wird unter anderem dann berichtet, wenn ein passendes Event innerhalb des Attributionsfensters empfangen und mit einem geeigneten Anzeigenklick verbunden werden kann.
20. Das richtige Conversion Event auswählen
Beispiele:
E-Commerce
Purchase.
Leadgenerierung
Lead.
SaaS
Demo oder Registrierung.
Das Event sollte möglichst nah am eigentlichen Geschäftsziel liegen.
21. Tracking testen
Vor dem Launch prüfen:
- wird Event empfangen?
- ist Event korrekt benannt?
- feuert es genau einmal?
- bleibt oppref erhalten?
- funktioniert Pixel/API?
OpenAI beschreibt oppref als Click Reference, die zur Zuordnung späterer Conversions eingesetzt werden kann.
22. Billing einrichten
Bevor Ads ausgeliefert werden können, muss laut OpenAI ein Billing Profile erstellt und eine Zahlungsmethode hinterlegt werden.
ChatGPT Ads verwendet derzeit ein Postpay-Modell: Spend entsteht zunächst im Account und wird anschließend über die hinterlegte Zahlungsmethode abgerechnet.
23. Payment Threshold nicht mit Kampagnenbudget verwechseln
OpenAI weist dem Account einen Payment Threshold zu.
Dieser definiert:
wann die hinterlegte Zahlungsmethode belastet wird.
Er definiert nicht:
wie viel die Kampagne maximal ausgeben darf.
Diese beiden Werte dürfen nicht verwechselt werden.
24. Campaign Review berücksichtigen
Vor der Auslieferung müssen Ads den Review-Prozess durchlaufen.
Wenn eine Kampagne nicht ausliefert, empfiehlt OpenAI unter anderem zu prüfen:
- Account Verification,
- Billing,
- Campaign- und Ad-Status,
- Laufzeit,
- abgeschlossenen Ad Review.
25. Nach dem Launch nicht sofort alles ändern
Eine neue Campaign benötigt Daten.
OpenAI empfiehlt ausdrücklich ausreichend Zeit, damit Kampagnen Performance-Daten sammeln können.
Ständige Änderungen nach wenigen Klicks erschweren die Interpretation.
26. Erste Reporting-Daten beobachten
Ads Manager Beta zeigt aktuell unter anderem:
- Impressions,
- Klicks,
- Spend,
- CTR,
- durchschnittlichen CPC,
- durchschnittlichen CPM,
- Conversions.
Die Auswertung sollte auf Campaign-, Ad-Group- und Ad-Ebene erfolgen.
27. Nicht nur Plattformmetriken betrachten
Ein Lead ist noch kein Kunde.
Ein Purchase ist noch kein Gewinn.
Deshalb sollte die Kampagne nach Möglichkeit zusätzlich mit:
- CRM,
- Shop,
- ERP,
- Umsatzdaten
verbunden ausgewertet werden.
28. Kampagnenstruktur nach Daten weiterentwickeln
Nach ausreichender Datenbasis kann sichtbar werden:
- eine Ad Group ist zu breit,
- ein Intent konvertiert besonders gut,
- eine Landingpage funktioniert schlecht,
- ein Creative erzeugt nur Klicks.
Dann wird die Campaign strukturiert weiterentwickelt.
Beispiel einer vollständigen B2B-Kampagne
Campaign
Managed IT Leads
Objective:
oCPC.
Conversion Event:
Lead.
Ad Group 1
IT Support auslagern.
Ad Group 2
IT komplett extern betreiben.
Ad Group 3
Microsoft 365 Administration.
Jede Ad Group erhält:
- eigene Context Hints,
- eigene Ads,
- passende Landingpage.
Dadurch können die Intents separat bewertet werden.
Beispiel E-Commerce
Campaign
Akkusauger Sales.
Objective
oCPC auf Purchase.
Ad Groups
- Tierhaare,
- leichte Geräte,
- lange Akkulaufzeit.
Landingpages
passende Produkt- beziehungsweise Kategorieseiten.
Der Kampagnenaufbau folgt damit den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer.
Häufige Fehler beim Kampagnenerstellen
Fehler 1
Alles in eine Campaign.
Fehler 2
Ad Groups ohne klaren Intent.
Fehler 3
Context Hints als Exact-Match-Keywords behandeln.
Fehler 4
Generische Ads.
Fehler 5
Homepage für jede Anzeige.
Fehler 6
Conversion Tracking erst später einbauen.
Fehler 7
Zu kleines Budget auf zu viele Ad Groups verteilen.
Fehler 8
Nach zehn Klicks harte Entscheidungen treffen.
ChatGPT Ads Kampagne erstellen mit AdPoint
AdPoint betrachtet den Campaign-Aufbau aus Performance-Marketing-Sicht.
Unser Ziel ist nicht:
möglichst viele Strukturen im Ads Manager.
Sondern:
eine Struktur, aus der wir lernen können.
Das bedeutet:
klarer Intent → klare Ad Group → passendes Creative → passende Landingpage → definierte Conversion
AdPoint ist eine unabhängige Performance-Marketing-Agentur. ChatGPT und OpenAI sind Marken von OpenAI.
Quellen / Primärquellen
OpenAI Help Center – Create Campaigns for ChatGPT Ads Aktuelle Objectives, Budgets, Targeting, Plattformen und Mindestbudgets.
OpenAI Help Center – Ads Manager Availability Aktuelle verfügbare Länder.
OpenAI Help Center – Conversion Measurement Pixel, Conversions API, oppref und Conversion Attribution.
OpenAI Help Center – Billing & Payment Postpay-Modell, Zahlungsmittel und Payment Thresholds.
OpenAI Help Center – Ads in ChatGPT: The Basics Context Hints, Anzeigenrelevanz und Reporting.
Häufig gestellte Fragen zum Erstellen einer ChatGPT-Ads-Kampagne
Im OpenAI Ads Manager Beta.
Aktuell unter anderem Titel, Objective, gegebenenfalls Conversion Event, Budget, Start- und Enddatum, Zielländer sowie optionale Plattform- und Audience-Einstellungen.
CPM, CPC und oCPC.
Das hängt von der Planung ab. OpenAI empfiehlt neuen Advertisern aktuell eher ein Daily Budget, wenn Auslieferung zunächst beobachtet werden soll.
OpenAI empfiehlt bei einem gewünschten anderen Objective, eine neue Campaign anzulegen, statt das bestehende Objective umzubauen.
Context Hints beschreiben Gespräche, Themen oder Keywords, bei denen ein Angebot relevant sein könnte. Sie sind keine Exact-Match-Keywords.
Mit Stand 18. August 2026 wird Deutschland in der offiziellen Ads-Manager-Verfügbarkeitsliste nicht als verfügbar aufgeführt.
Auslieferung, Spend, Klicks, Conversions, Trackingqualität sowie Performance auf Campaign-, Ad-Group- und Ad-Ebene.
