Conversion Rate: Definition, Formel und Bedeutung für ChatGPT Ads

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Die Conversion Rate beschreibt, welcher Anteil einer definierten Nutzergruppe eine gewünschte Handlung ausführt. Im Performance Marketing kann diese Handlung beispielsweise ein Kauf, eine Anfrage, eine Registrierung, eine Terminbuchung oder ein anderer messbarer Conversion-Schritt sein.

Für ChatGPT Ads ist die Conversion Rate besonders wichtig, weil Klicks allein noch keinen wirtschaftlichen Erfolg darstellen. OpenAI ermöglicht Werbetreibenden, Conversion-Ereignisse über den OpenAI Pixel, die Conversions API oder beide Verfahren zu messen. Im Ads Manager können Conversions anschließend zusammen mit Kennzahlen wie Klicks, Spend, CTR, durchschnittlichem CPC und durchschnittlichem CPM ausgewertet werden.

Die Conversion Rate verbindet damit den Werbeklick mit der Frage:

Wie viele dieser Besucher führen tatsächlich die gewünschte Handlung aus?

Was ist die Conversion Rate?

Die Conversion Rate ist der prozentuale Anteil der Nutzer, die eine definierte Conversion durchführen.

Die vereinfachte Formel lautet:

Conversion Rate = Conversions ÷ relevante Nutzerbasis × 100

Welche Nutzerbasis verwendet wird, muss klar definiert sein.

Bei einer Werbekampagne kann man beispielsweise betrachten:

Conversions ÷ Klicks × 100

Bei einer Websiteanalyse könnte stattdessen gelten:

Conversions ÷ Sitzungen × 100

Deshalb ist eine Conversion Rate nur dann sinnvoll interpretierbar, wenn eindeutig feststeht, worauf sie sich bezieht.

Beispiel für die Berechnung

Angenommen:

  • 1.000 Nutzer klicken auf eine Anzeige.
  • 50 davon senden anschließend ein Kontaktformular ab.

Dann beträgt die klickbasierte Conversion Rate:

50 ÷ 1.000 × 100 = 5 %

Das bedeutet:

Von 100 Anzeigenklicks führen durchschnittlich fünf zu der definierten Conversion.

Was ist überhaupt eine Conversion?

Eine Conversion ist eine vorher definierte Handlung, die für das Unternehmen einen geschäftlichen Wert besitzt.

Typische Beispiele sind:

  • Kauf,
  • Lead,
  • Kontaktanfrage,
  • Registrierung,
  • Demo-Buchung,
  • Termin,
  • Newsletter-Anmeldung,
  • Download,
  • Probetraining,
  • Reservierung.

OpenAI nennt bei seiner Conversion-Messung unter anderem Käufe, Leads und Registrierungen als Beispiele für Aktionen nach einer Anzeigeninteraktion.

Welche Conversion sinnvoll ist, hängt vollständig vom Geschäftsmodell ab.

Conversion Rate bei ChatGPT Ads

ChatGPT Ads können Conversions nach Anzeigenklicks messen, sofern im Ads Manager eine entsprechende Datenquelle und Conversion-Messung eingerichtet wurde. OpenAI unterstützt dafür den OpenAI Pixel, die Conversions API oder eine Kombination aus beiden.

Beispiel:

Ein Unternehmen erzielt:

  • 2.000 Klicks,
  • 80 gemessene Leads.

Die klickbasierte Conversion Rate beträgt:

80 ÷ 2.000 × 100 = 4 %

Diese Zahl sagt zunächst:

Vier Prozent der gemessenen Anzeigenklicks führten zu einem Lead.

Sie sagt jedoch noch nicht:

  • wie qualifiziert die Leads waren,
  • wie viele Kunden daraus entstanden,
  • wie hoch der Umsatz war,
  • ob die Kampagne profitabel war.

Conversion Rate ist nicht gleich Wirtschaftlichkeit

Eine hohe Conversion Rate klingt zunächst positiv.

Sie kann aber irreführend sein.

Beispiel:

Landingpage A

Conversion Rate: 12 %

Die Conversion ist:

kostenloses PDF herunterladen

Landingpage B

Conversion Rate: 4 %

Die Conversion ist:

persönlichen Beratungstermin vereinbaren

Landingpage A besitzt zwar die höhere Conversion Rate.

Landingpage B kann geschäftlich trotzdem wesentlich wertvoller sein.

Deshalb sollte die Conversion Rate nie isoliert betrachtet werden.

Conversion Rate und Cost per Lead

Conversion Rate und Cost per Lead hängen eng zusammen, messen aber etwas anderes.

Conversion Rate

Frage:

Wie viele Besucher führen eine Conversion durch?

Cost per Lead

Frage:

Wie viel Werbebudget kostet ein Lead?

Beispiel:

  • 1.000 Klicks,
  • CPC: 2 Euro,
  • Gesamtkosten: 2.000 Euro,
  • 50 Leads.

Dann gilt:

Conversion Rate: 5 %

und:

Cost per Lead: 40 Euro

Die ausführliche Definition behandeln wir separat unter Cost per Lead.

Conversion Rate und CTR

Auch die Click-Through-Rate darf nicht mit der Conversion Rate verwechselt werden.

CTR

misst:

Impression → Klick

Conversion Rate

misst beispielsweise:

Klick → Conversion

Eine Anzeige kann daher eine sehr hohe CTR besitzen und anschließend trotzdem schlecht konvertieren.

Das passiert beispielsweise, wenn:

  • die Anzeige zu viel verspricht,
  • die Landingpage nicht passt,
  • das Angebot unattraktiv ist,
  • der Checkout kompliziert ist.

Conversion Rate und Landingpage

Die Landingpage hat häufig großen Einfluss auf die Conversion Rate.

OpenAI empfiehlt für ChatGPT Ads, Nutzer auf eine möglichst relevante Zielseite zu führen und nicht automatisch eine allgemeine Homepage einzusetzen.

Eine Anzeige für:

Microsoft-365-Sicherheitscheck

sollte beispielsweise eher auf eine spezialisierte Sicherheitsseite führen als auf die Startseite eines IT-Unternehmens.

Je genauer:

Nutzerintention → Anzeige → Landingpage

zusammenpassen, desto konsistenter wird der Conversion-Funnel.

Unser Team
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Advertising Manager

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Was beeinflusst die Conversion Rate?

Typische Einflussfaktoren sind:

  • Qualität des Traffics,
  • Nutzerintention,
  • Anzeigenbotschaft,
  • Angebot,
  • Preis,
  • Landingpage,
  • Vertrauen,
  • Ladezeit,
  • Formularlänge,
  • Checkout,
  • mobile Bedienbarkeit,
  • Call-to-Action,
  • Wettbewerbsfähigkeit.

Deshalb ist Conversion-Rate-Optimierung keine einzelne technische Maßnahme.

Sie betrifft den gesamten Weg bis zur gewünschten Handlung.

Unterschiedliche Conversion Rates sind nicht direkt vergleichbar

Eine pauschale Aussage wie:

„Eine gute Conversion Rate beträgt 5 %“

ist ohne Kontext wenig belastbar.

Eine Conversion Rate hängt stark davon ab:

  • was als Conversion gilt,
  • welche Branche betrachtet wird,
  • welche Funnel-Stufe gemessen wird,
  • welche Nutzerintention vorliegt,
  • welches Traffic-Segment betrachtet wird.

Ein Onlinekauf und eine Anfrage für ein Projekt im sechsstelligen Bereich lassen sich nicht sinnvoll anhand derselben Benchmark bewerten.

Macro Conversion und Micro Conversion

Es kann hilfreich sein, zwischen Haupt- und Zwischenzielen zu unterscheiden.

Macro Conversion

Das wirtschaftliche Hauptziel.

Beispiele:

  • Kauf,
  • Vertragsabschluss,
  • qualifizierter Lead.

Micro Conversion

Ein Zwischenschritt.

Beispiele:

  • Produkt in Warenkorb,
  • Checkout gestartet,
  • Whitepaper geladen,
  • Demo-Seite angesehen.

Micro Conversions können helfen, Schwachstellen im Funnel zu erkennen.

Optimiert werden sollte jedoch nicht ausschließlich auf Zwischenziele, wenn das eigentliche Geschäftsresultat davon abweicht.

Conversion Rate im E-Commerce

Im E-Commerce ist die Conversion häufig der Kauf.

Beispiel:

  • 5.000 Besucher aus einer Kampagne,
  • 150 Bestellungen.

Conversion Rate:

3 %

Entscheidend bleiben anschließend weitere Kennzahlen:

  • durchschnittlicher Warenkorb,
  • Cost per Order,
  • ROAS,
  • Marge,
  • Retouren.

Eine hohe Kauf-Conversion-Rate kann trotzdem unrentabel sein, wenn die Akquisitionskosten zu hoch sind.

Conversion Rate bei Leadgenerierung

Bei Dienstleistern wird häufig ein Formular oder Termin als Conversion definiert.

Beispiel:

  • 600 Klicks,
  • 30 Anfragen.

Conversion Rate:

5 %

Wenn allerdings nur zwei dieser 30 Anfragen zur Zielgruppe passen, muss die Kampagne anders bewertet werden.

Deshalb gilt:

Conversion Rate misst Menge, nicht automatisch Qualität.

Conversion-optimierte Kampagnen bei ChatGPT Ads

OpenAI unterstützt inzwischen conversion-optimierte Cost-per-Click-Kampagnen, kurz oCPC. Diese Kampagnen optimieren die Auslieferung auf ein ausgewähltes Conversion-Ereignis nach einem Anzeigenklick. Voraussetzung ist unter anderem ein eingerichtetes Conversion Tracking.

Dadurch erhält die Auswahl des richtigen Conversion Events zusätzliche Bedeutung.

Wenn auf ein schwaches Zwischenziel optimiert wird, kann auch die Kampagne in die falsche Richtung lernen.

Conversion Rate verbessern

Typische Ansatzpunkte sind:

  • präzisere Nutzerintention,
  • bessere Anzeigenbotschaft,
  • relevantere Landingpage,
  • klarerer Nutzen,
  • weniger Formularfelder,
  • verständlicher CTA,
  • bessere mobile UX,
  • vertrauensbildende Informationen,
  • schnellere Ladezeit,
  • besseres Angebot.

Dabei sollte jede Änderung messbar getestet werden.

Conversion Tracking muss technisch stimmen

Eine Conversion Rate kann nur so zuverlässig sein wie die zugrunde liegende Messung.

OpenAI empfiehlt zur Conversion-Messung den Pixel, die Conversions API oder beide Methoden. Werden identische Events über Pixel und API gesendet, kann eine einheitliche Event-ID zur Deduplizierung verwendet werden.

Fehlerhafte Messung kann beispielsweise zu:

  • fehlenden Conversions,
  • doppelten Conversions,
  • falschen Raten

führen.

Die technische Umsetzung behandeln wir ausführlicher unter Conversion Tracking für ChatGPT Ads und Conversions API.

Conversion Rate aus Sicht von AdPoint

Aus unserer Arbeit im Performance Marketing wissen wir:

Eine hohe CTR ist wertlos, wenn niemand konvertiert.

Eine hohe Conversion Rate ist wiederum wertlos, wenn die Conversions keine Kunden werden.

Deshalb betrachten wir im Performance Marketing möglichst den gesamten Funnel:

Impression → Klick → Conversion → qualifizierter Lead → Kunde → Umsatz

Die Conversion Rate ist darin eine wichtige Kennzahl – aber nicht die einzige.

Häufig gestellte Fragen zur Conversion Rate

Die Conversion Rate zeigt, welcher Anteil einer definierten Nutzergruppe eine gewünschte Handlung ausführt.

Eine häufig verwendete Formel lautet: Conversions geteilt durch Klicks beziehungsweise Besucher, multipliziert mit 100.

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Die Bewertung hängt von Branche, Conversion-Ziel, Traffic, Funnel und Geschäftsmodell ab.

Die CTR misst den Anteil der Impressionen, die zu Klicks führen. Die Conversion Rate misst beispielsweise den Anteil der Klicks, die anschließend zu einer Conversion führen.

Die Conversion Rate misst einen prozentualen Anteil. Der Cost per Lead misst die durchschnittlichen Werbekosten je gewonnenem Lead.

Ja. OpenAI unterstützt Conversion Measurement über den OpenAI Pixel, die Conversions API oder beide Methoden.

Ja. Ads Manager Beta weist unter anderem Impressions, Klicks, Spend, CTR, durchschnittlichen CPC, durchschnittlichen CPM und Conversions aus.

oCPC bezeichnet conversion-optimierte Cost-per-Click-Kampagnen, die auf ein bestimmtes Conversion-Ereignis nach dem Anzeigenklick optimieren.

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